Beim Autokauf ist die Umwelt egal

Blauer SUV parkt vor Brasserie in Genf

Der Umwelt zuliebe auf den SUV verzichten möchten die Schweizer nicht.

Art Konovalov/Shutterstock.com

Umfrage
Beim Autokauf von Herrn und Frau Schweizer spielt das Thema Umweltschutz bisher nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle. Auf das Auto verzichten will trotz Klimwandel auch bei der jüngeren Generationen nämlich kaum jemand.

Dies geht aus der repräsentativen Trend-Studie «Automobilist-Garagist» des Marktforschungsinstituts Link hervor, die im Oktober 2019 durchgeführt und am «Tag der Schweizer Garagisten» am Dienstag in Bern präsentiert wurde.

Gemäss der Studie kommt bei den Kaufkriterien für einen Neuwagen die Energieeffizienz bzw. die Umweltfreundlichkeit mit 18 Prozent erst an zehnter Stelle. Sie liegt damit weit hinter Kriterien wie dem Preis (51%), dem Autotypen (47%) oder etwa der Zuverlässigkeit (39%).

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Auswahlmöglichkeiten

Elektro als «Antrieb der Zukunft»
Die Mehrheit der Befragten bezeichneten die Brennstoffzelle sowie Elektro- oder Hybridantriebe zwar als «Antrieb der Zukunft». Gleichzeitig gingen sie jedoch grossmehrheitlich davon aus, beim nächsten Autokauf einen Benziner oder maximal ein Hybridfahrzeug zu kaufen.

Selbiges gilt für den Occasionskauf, bei welchem die Umweltfreundlichkeit ebenfalls kaum ins Gewicht fällt. Die Bereitschaft, auf das Auto zu verzichten, ist laut der Umfrage ausserdem – auch bei jüngeren Generationen – trotz Klimawandel nur beschränkt vorhanden.

Allenfalls könnte sich die Haltung der Schweizer aber in Zukunft ändern. So gehörten Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoss immerhin bei der Frage nach den zukünftigen Prioritäten bei der Fahrzeugwahl zu den meistgenannten Kriterien. Ein möglicher Schluss sei, dass die Leute aktuell noch verunsichert seien. Sie wollten abwarten, welcher Antrieb sich tatsächlich durchsetzt, heisst es in der Studie.

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