Brasilien will Abholzung von Regenwald bremsen

Szene aus dem Amazonas

Nun will Brasilien die Abholzung des Amazonas doch wieder eindämmen.

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Druck der Wirtschaft
Angesichts des steigenden Drucks aus dem Wirtschaftssektor will die brasilianische Regierung die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes bremsen. Ob tatsächlich etwas passieren wird, ist aber fraglich.

Mit Polizeieinsätzen gegen illegale Holzfäller, mehr Regulierung und zusätzliche Mittel für den Umweltschutz solle die Abholzung «Stück für Stück auf ein akzeptables Mass» gesenkt werden, sagte Vizepräsident Hamilton Mourão am Donnerstag nach einer Videokonferenz mit europäischen Investoren. Umweltminister Ricardo Salles kündigte laut dem Nachrichtenportal G1 an, Brandrodungen im Amazonasgebiet für 120 Tage zu verbieten.

Laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung «Valor Econômico» hatten zuvor 38 brasilianische und ausländische Firmen die Regierung zu konkreten Schritten gegen die Abholzung aufgerufen. Sie sorgten sich offenbar um das Image der grössten Volkswirtschaft Lateinamerikas. Beispielsweise treten wegen der Abholzung des Regenwaldes bereits einige EU-Länder bei der Umsetzung des Freihandelsabkommens der Europäischen Union mit dem südamerikanischen Wirtschaftsbündnis Mercosur spürbar auf die Bremse.

Ob Brasilien nun tatsächlich seine Bemühungen gegen die Abholzung erhöht, ist fraglich. Präsident Jair Bolsonaro sieht den Regenwald vor allem als ungenutzte Wirtschaftsfläche und hat sich Ratschläge aus dem Ausland in der Vergangenheit stets verbeten. Zuletzt trieb er ein Gesetz voran, mit dem der Raub von Ländereien im Amazonasgebiet beispielsweise durch Farmer nachträglich legalisiert werden soll.

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