Der Schaffhauser Wald wandelt sich

Blick auf Rhein und Wald in Schaffhausen

Der Wald im Kanton Schaffhausen ist in den letzten zwanzig Jahren natürlicher geworden.

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Mehr Natur, weniger Dichte
Das Waldinventar zeigt es: Der Schaffhauser Wald ist natürlicher geworden. So machen Laubbäume heute 62 Prozent des Bestandes aus, vor 20 Jahren lag deren Anteil noch bei 51 Prozent. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der Fichte zurückzuführen, deren Bestand um zehn Prozent abgenommen hat.

Der Anteil der Giganten – Bäume mit einem Durchmessen von mehr als 80 Zentimetern – nahm in dieser Zeitspanne ebenfalls leicht zu. Rund 14'000 stehen heute in den Schaffhauser Wäldern, wie Baudepartement und das Kantonsforstamt am Donnerstag mitteilten. 

Zudem bleibt mehr Totholz liegen, das im Waldökosystem ein wichtiger Bestandteil ist. Der Anteil der Fläche, auf der Totholz von mindestens 25 Zentimetern Durchmessern vorkommt, ist gemäss Waldinventar von 19 auf 34 Prozent gestiegen. 

Weniger Holz
Pro Hektare steht im Schaffhauser Wald heute weniger Holz als vor 20 Jahren: Der Holzvorrat nahm von 380 auf 343 Kubikmeter pro Hektare ab. Dies führen die Verantwortlichen insbesondere darauf zurück, dass nach Borkenkäferbefällen, Stürmen und Trockenperioden viele Bäume gefällt werden mussten. 

1997 wurde das erste Schaffhauser Waldinventar erstellt. Nun liegen Erkenntnisse der zweiten Inventur vor, wobei die Auswertungen gemäss Mitteilung noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Das Waldinventar gibt Auskunft über den Zustand und die Entwicklung des Waldes und liefert wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Waldpolitik.

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