Fluss in Kanada erhält erstmals Persönlichkeitsrechte

Naturschutz
Der Rivière Magpie in Kanada ist mittels zweier paralleler Beschlüsse als Rechtsperson anerkannt worden.

Dem Fluss werden mit dem Entscheid neun Rechte zuteil und er erhält potenzielle Beschützer, die in erster Linie dafür verantwortlich sind, dass seine Rechte respektiert werden. Dies ist der erste derartige Fall in Kanada.

Die Ankündigung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Internationalen Beobachtungsstelle für Naturrechte (IORN) im kanadischen Montreal, die die Beschlüsse in Zusammenarbeit mit der Allianz erarbeitet hatte. Die beiden Beschlüsse, die jeweils mehr als zehn Seiten umfassen und voller Referenzangaben sind, stützen sich auf mehrere Rechtsgrundlagen im kanadischen und internationalen Recht und sollen den Schutz des Flusses gewährleisten.

Einsatz für die Rechte der Natur
Die Initiative ist Teil einer weltweiten Bewegung, die besonders in Neuseeland, den USA und Ecuador aktiv ist und sich für die Rechte der Natur einsetzt.

Der Rivière Magpie (Muteshekau-shipu in der Innu-Sprache) ist ein international bekannter Fluss mit fast 300 km Länge. Der Fluss ist weltweit für seine Stromschnellen und für Wildwasser-Expeditionen bekannt. Dazu hat vor allem das renommierte Magazin National Geographic beigetragen, das ihn zu zehn besten Flüssen der Welt für Wildwasser-Rafting zählt.

Der Schutz des Flusses hat regionalen Konsens erhalten, aber der Plan, ihn zum Schutzgebiet zu erklären, wurde von dem staatlichen Unternehmen für Elektrizitätsversorgung, Hydro-Québec, aufgrund des Wasserkraftpotenzials der Wasserstraße jahrelang vereitelt. 

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