Nuttalls Wasserpest nimmt den Glarner Obersee wieder in Beschlag

Umwelt
Im Obersee oberhalb Näfels im Glarnerland breitet sich die aus Nordamerika stammende invasive Pflanzenart Nuttalls Wasserpest wieder stark aus. Sie bedeckt trotz Bekämpfung inzwischen fast den ganzen Seegrund.

Aufgetreten ist die Pflanze erstmals 2010. Seither habe sie sich massiv ausgebreitet und die einheimischen Unterwasserpflanzen weitgehend verdrängt, teilte das Glarner Amt für Umweltschutz und Energie am Mittwoch mit.

Im Sommer 2017 wurde eine Mähaktion durchgeführt und im Juni 2019 der Seeboden stellenweise abgedeckt. Der Bestand der Wasserpest brach dann ein, breitete sich danach aber wieder aus. Im Sommer letzten Jahres hatte die Wasserpest fast den ganzen Seegrund bewachsen. Einheimischen Pflanzen wie die Armleuchteralge seien fast vollständig verdrängt worden, hiess es.

Starke Schwankungen
Nach Behördenangaben ist auch im kommenden Sommer mit einem hohen Bestand der Nuttalls Wasserpest und schwimmenden Pflanzen auf dem Obersee zu rechnen. Fachleute verfolgten die weitere Entwicklung der Wasserpest-Bestände, um die Mechanismen der starken Schwankungen zu ergründen. 

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