Petition fordert gesunde Natur als Menschenrecht

Babyvogel sitzt auf Hand

Eine intakte Umwelt soll ein Menschenrecht werden, fordert BirdLife.

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Petition
Das Recht, auf einem gesunden Planeten zu leben, soll zum Menschenrecht werden. Dies fordert BirdLife International in einer Petition an die Uno und einem offenen Brief an Generalsekretär António Guterres.

Angesichts des Klimawandels, des Artensterbensund weiterer drängender Umweltprobleme sowie der Covid-19-Pandemie fordert die Naturschutzorganisation BirdLife International die Uno auf, das Recht, auf einem gesunden Planeten zu leben, zu einem Menschenrecht zu erklären. Dazu soll die 30 Artikel umfassende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 um einen Artikel 31 ergänzt werden.

Zu diesem Zweck sollen bis zur 75. Generalversammlung im September in einer Petition 100'000 Unterschriften zusammenkommen. Die Generalversammlung markiert zugleich das 75. Jubiläum der Menschenrechte. Mehr als 60'000 Menschen haben die Petition bereits unterschrieben.

Soll eine gesunde Umwelt ein Menschenrecht werden?

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Offener Brief
In einem offenen Brief richtet sich BirdLife zudem an den Uno-Generalsekretär António Guterres. «Wir wissen, dass die Ergänzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ein tiefgreifender Akt ist», schreibt die Geschäftsführerin von BirdLife International, Patricia Zurita, stellvertretend für die BirdLife-Partnerorganisationen vieler Länder, auch der Schweiz.

«Aber wir sind davon überzeugt, dass in diesem Moment der Krise Mut und Führungsstärke erforderlich sind. Nur so können wir den Zusammenbruch der Ökosysteme und die irreversible Überhitzung des Planeten angehen, die sich mit einer solchen Bedrohung abzeichnet. Es hat vielleicht nie einen wichtigeren Moment gegeben, um ein Menschenrecht zu verankern, das uns alle verpflichtet, es zum Wohle aller zu respektieren.»

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