Trotz Frost genug Schweizer Christbäume

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Christbäume aus Schweizer Produktion sind an ihrer farbigen Banderolle und der Aufschrift «IG Suisse Christbaum» leicht erkennbar.
Melina Gerhard/LID
Adventszeit
Fröste im Frühjahr haben bei Schweizer Tannenbäumen Schaden angerichtet. Trotzdem gibt es genügend Schweizer Christbäume für die kommende Adventszeit. Rund 600'000 werden dieses Jahr verkauft. 

Den passenden Weihnachtsbaum auszusuchen ist für viele ein traditionelles Ritual: in jedem dritten Schweizer Haushalt steht in der Adventszeit ein Weihnachtsbaum. Die IG Suisse Christbaum geht davon aus, dass dieses Jahr 1,5 Millionen Weihnachtsbäume verkauft werden, rund 600'000 davon stammen aus Schweizer Produktion.  

Dieses Jahr hatten die frisch gesetzten Bäume Mühe mit den Spätfrösten. «Die Mittelknospe des Triebes treibt dann nicht aus und so ergibt sich ein unregelmässiger Wuchs, verstärkt dadurch, dass die Spätfröste meist nur einseitigen Schaden anrichten», sagt Philipp Gut, Geschäftsführer der IG Suisse Christbaum. Das bedeute für den Produzenten, dass er die unschönen Triebe rausschneiden und den Baum erneut ein bis zwei Jahre wachsen lassen müsse, bis er optisch wieder ansprechend aussehe. Die Trockenheit im Sommer habe einigen frisch gesetzten Bäumen geschadet.  

Druck aus dem Ausland
Immerhin seien die Tannenbaumplantagen nicht von Borkenkäfer-Schäden betroffen, sagt Philipp Gut. Er erklärt, dass dies vor allem daran liege, dass die Bäume meist jung und vital seien und deshalb keine Angriffsfläche für Schädlinge böten.   

Die Christbaumproduzenten spüren aber den Preisdruck aus dem Ausland. Zwei Drittel der hier verkauften Tannen stamme nicht aus der Schweiz. Gut sieht den Grund dafür im tiefen Eurokurs und einer Überproduktion in Dänemark. «Ein Schweizer Tannenbaum bietet viele Vorteile. Das lokale Gewerbe wird unterstützt und die Wertschöpfung bleibt im Land», sagt Gut. Die kurzen Transportwege und strenge Schweizer Arbeitsgesetze seien zudem soziale, wirtschaftliche und ökologische Pluspunkte.

Tipps für den perfekten Christbaum
1. Nicht jeder Baum ist gleich

Ein klassischer Weihnachtsbaum ist die Rottanne (Fichte). Sie ist günstig, hält aber nicht lange. Die Nordmannstanne ist deutlich teurer, aber länger haltbar. Wer es dekorativ mag, der könnte zur Blaufichte greifen, die intensiv graublau gefärbt ist.

2. Draussen lagern

Wenn Sie den Baum noch nicht schmücken wollen, so lagern sie ihn draussen an einem kühl-feuchten Ort und stellen Sie ihn in einen Wasserkübel.

3. Ständer mit Wasserbehälter

Benutzen Sie einen Christbaum-Ständer mit Wasserbehälter, bei dem Sie den Baum nicht anspitzen müssen. So kann der Baum das Wasser leichter aufnehmen.

4. Mit Wasser besprühen

Besprühen Sie den Baum täglich mit Wasser. So bleibt er länger frisch.

5. Achtung Brandgefahr

Unterschätzen Sie niemals die Brandgefahr. Trockene Nadeln entzünden sich explosionsartig.

Quelle und weitere Infos in der Minibroschüre «Christbäume – so finden Sie den richtigen».

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