Vereinte Nationen besorgt wegen rostendem Öltanker

Oelpest

Solche Bilder möchte man eigentlich nicht mehr sehen. Doch der rostende Öltanker vor Jemen könnte sie erneut Realität werden lassen.

Mike Shooter/Shuttestock

Gefahr vor Jemens Küste
Vor der Küste des Bürgerkriegslandes Jemen droht nach Ansicht der Vereinten Nationen eine Umweltkatastrophe wegen eines rostenden Öltankers mit mehr als einer Million Barrel Öl an Bord.

Für die Umwelt besteht Gefahr, denn der Zustand des rostenden Öltankers wird immer porekärer. «Sein Zustand wird permanent schlechter», bestätigte auch Inger Andersen, Leiterin des UN-Umweltprogramms UNEP. Ein Feuer oder sogar eine Explosion an Bord seien jederzeit möglich, da das mehr als 45 Jahre alte Schiff seit 2015 nicht gewartet worden sei. Die Auswirkungen auf die Umwelt könnten verheerend sein.

Nach Angaben der britischen UN-Mission ist der Tanker mit dem Namen «Safer» dem unmittelbaren Risiko ausgesetzt, aufgrund von Vernachlässigung auseinanderzubrechen. Ende Mai war demnach Wasser in den Maschinenraum eingedrungen. 

Beitrag über die Exxon-Valdez-Katastrophe 1989 («New York Times»)

Im schlimmsten Fall könnten dann mehr als eine Million Barrel Rohöl in das Rote Meer fliessen – vier Mal so viel wie bei der Ölkatastrophe mit dem Tanker Exxon Valdez 1989. Dies könnte die Lebensgrundlage von Millionen Menschen und neben den Schäden an der Natur auch die Schifffahrtsstrasse durchs Rote Meer und den Sueskanal beeinträchtigen.

Der Tanker liege vor der Küsten Jemens in einem Gebiet unter Kontrolle der Huthi-Rebellen. Diese hätten zugesagt, dass UN-Mitarbeiter für dringende Reparaturen an Bord gehen könnten. Bislang konnte aber noch kein Experte den Tanker betreten. Die Vereinten Nationen hoffen darauf, dass dies in den kommenden Wochen geschehe. UNEP-Leiterin Andersen sagte, eine Katastrophe vollständig vermeidbar, wenn schnell gehandelt werde.

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