Hornkuh-Initiative gestartet

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Die Hörner der Kuh dienen auch der Kommunikation unter Artgenossinnen.
© KAGfreiland
Landwirtschaft
Die IG Hornkuh hat gestern Sonntag ihre «Hornkuh-Initiative» lanciert. Gefordert werden Direktzahlungen für behornte Kühe. Nun müssen 100'000 Unterschriften her.

Der Bund soll Bauern Direktzahlungen für behornte Kühe entrichten. Das fordert die IG Hornkuh in ihrer «Hornkuh-Initiative», die gestern Sonntag im Rahmen des 4. Schweizer Hornfestes in Mettmenstetten ZH lanciert wurde.

Die IG Hornkuh wurde im April 2012 gegründet. Seither hat sie sich mit einer Petition, mit Plakaten, mehreren Hornfesten und offenen Briefen an den Bundesrat für eine Unterstützung behornter Kühe stark gemacht. Gefordert wurde ein «Hörnerfranken»: Der Bund solle für jede Hornkuh einen Franken pro Tag entrichten. Mit ihrem Anliegen ist die IG Hornkuh aber bei den Beratungen zur AP 2014/17 abgeblitzt.

In der Schweiz werden den meisten Kälbern nach vorgängiger Schmerzausschaltung die Hornanlagen ausgebrannt. Laut der Nutztierschutzorganisation Kagfreiland sind heute 73 Prozent der Milchkühe hornlos («Tierwelt Online» hat berichtet).

Die Bauern enthornen ihre Tiere, um die Verletzungsgefahr zu senken sowie aus wirtschaftlichen Überlegungen. Denn Kühe mit Hörnern brauchen mehr Platz im Stall. Für Kritiker ist das Enthornen ein Eingriff in die Würde der Tiere. Hörner würden als unter anderem als Kommunikationsmittel dienen.

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