Auf Augenhöhe mit den Bären

Bärenland Arosa GR
Am Freitagvormittag wurde der Abenteuerweg im Arosa Bärenland feierlich eröffnet.

Das neue Highlight vom Bärenschutzzentrum besteht aus acht Aussichtsplattformen, welche über Hängebrücken miteinander verbunden sind. Die Bären können aus einer neuen Perspektive beobachtet werden und die Besucher erhalten so einen erlebnisreichen Einblick in die Aussenanlage Nord.

Am Freitagvormittag um 9.30 Uhr wurde der Arosa Bärenland Abenteuerweg feierlich eröffnet. Ab 10.30 Uhr betraten anschliessend die ersten Gäste die Hängebrücke und konnten die 3 Bären auf Augenhöhe beobachten.

Der «schwebende» Abenteuerweg führt direkt von der Besucherplattform aus in luftiger Höhe in Richtung des felsigen Teils der Arosa Bärenland Anlage. Die Gäste sehen dort die Bären aus grosser Distanz und einer neuen Perspektive im Waldteil der Nordanlage. Dort erhalten sie einen erlebnisreichen Einblick in die steinigen Passagen der Aussenanlage Süd.

Keine Nachteile für die Bären
Der Entscheid, den Abenteuerweg zu bauen, erfolgte unter der Bedingung, dass den Bären dadurch keinerlei Nachteile entstehen. Der Abenteuerweg nimmt den Bären in der fast 3 Hektaren grossen Naturlandschaft keinen Platz weg und schränkt sie in ihren Freiheiten nicht ein.

Der 80 Meter lange Arosa Bärenland Abenteuerweg, welcher zu 100 Prozent durch zweckgebundene Spenden und die Stiftung Arosa Bären finzanziert wurde, bringt viele positive Punkte mit sich. Der Pfad ermöglicht den Besuchern weitere Einblicke in die Steinlandschaft und eine Weitsicht ins obere Schanfigg, wobei der höchste Punkt sechs Meter über dem Boden liegt.

Beitrag über das Bärenland («Südostschweiz»)

Bessere Fütterungsmöglichkeiten
Ebenfalls bietet der Abenteuerweg den Tierpflegern bessere – für die Bären mit Suchaufwand verbundene – Fütterungsmöglichkeiten, was zu einem Mehrwert der Bären führt. Bereits jetzt künden sich viele Wiederholungsgäste an, da die Bären nun von einer zusätzlichen, interessanten Perspektive beobachtet werden können.

Pascal Jenny, Präsident der Stiftung Arosa Bären, hielt an der Eröffnung fest: «Der Abenteuerweg ermöglicht nicht nur einen distanzvollen und zurückhaltenden Blick auf bis anhin nicht sichtbare Teile vom Arosa Bärenland, sondern vermittelt ein neues emotionales Gefühl für die steinige Landschaft, welche die Bären nutzen. Wir freuen uns riesig, den Besuchern diesen Mehrwert zu ermöglichen und sind den Spendern dankbar für ihre Unterstützung.»

Auch Rochus Caluori, der als Technischer Leiter vom Arosa Bärenland an vorderster Front beim Bau mit dabei war, freut sich über die Fertigstellung. «In relativ kurzer Zeit ein solches Projekt umzusetzen, ist eine Herausforderung, aber gleichzeitig unglaublich spannend. Wir alle sind dankbar für diese Arbeit. Die Besucher werden begeistert sein von den neuen Aussichten ins Gehege vom Arosa Bärenland.»

Bau mit Herausforderungen
Der Bau des Abenteuerwegs begann in den von Einschränkungen geprägten Coronazeiten. Dies mag für einige etwas mutig klingen, jedoch konnte dies durch die Koordination des Inszenierungsspezialisten «Erlebnisplan» und der fachkundingen Bauleitung der Baufirmen ohne Probleme durchgeführt werden. Die Baumstämme für die Träger wurden übrigens alle aus dem Tal Schanfigg bezogen.

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