Ausgebüxter Adler macht sich einen schönen Tag

Portrait eines Steinadlers

Ein Steinadler aus einer Voliere war mehr als einen Monat verschwunden (Symbolbild).

Michal Ninger/Shutterstock.com

Güggel gefressen
Ein im Dezember aus einer Voliere entwichener Adler konnte in Mäls im Fürstentum Liechtenstein wieder eingefangen werden, nachdem er einen Güggel erbeutet und sich einen Tag lang in einem Garten aufgehalten hatte.

Letzte Woche wurde dem Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelkontrolle von aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern gemeldet, dass sich in einem Garten in Mäls ein Steinadler aufhalten würde, der zuvor einen Hahn erbeutet hatte. Der Adler zeigte gegenüber anwesenden Passanten keine Scheu und verbrachte auch den Tag vor Ort, ein Verhalten, das für einen wilden Adler völlig untypisch ist.

Vertreter des Amtes für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen sowie des Amtes für Umwelt kamen aufgrund des Verhaltens des Vogels und des Ringes am Bein zum Schluss, dass es sich um ein Tier handeln musste, das in einer Voliere lebt oder mindestens eine Zeit lang gelebt hatte.

In einer beherzten Aktion am Donnerstagabend, 23. Januar konnte der Adler unter Mithilfe des professionellen Falkners Norman Vögeli gesichert werden. In der Falknerei Galina verbrachte das Tier einige Tage, bis es am Montag von seinem erleichterten Besitzer abgeholt werden konnte und mittlerweile wieder in der vertrauten Voliere bei seinem Weibchen ist. Entwichen war der männliche, fast 20-jährige Adler Mitte Dezember, als ein Föhnsturm seine Voliere im Kanton St. Gallen beschädigte. Seitdem war das Tier unterwegs und wurde zwar vielerorts gesichtet, nicht aber den Behörden gemeldet.

Der Besitzer konnte mithilfe des engagierten Liechtensteiner Ornithologen Rainer Kühnis ermittelt werden, der ein Foto des Adlers auf der offiziellen Info-Zentrale für die Ornithologinnen und Ornithologen www.ornitho.ch aufschaltete und daraufhin kontaktiert wurde.

Die beiden Ämter möchten sich bei der Bevölkerung für die gute Zusammenarbeit bedanken. In Fällen mit ungewöhnlichen Tierbegegnungen sind das Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen sowie das Amt für Umwelt die richtigen Ansprechpersonen.

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