Basler Malaienbärin Lotynka gestorben

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Die Malaienbärin Lotinka im Basler Zolli.

Zoo Basel

Zolli
Im Basler Zolli musste am 13. Januar die Malaienbärin Lotynka eingeschläfert werden. Sie war einer der ältesten Malaienbären Europas.

Das genaue Alter von Lotynka, auch liebevoll Lotti genannt, war nicht bekannt. Die Malaienbärin musste aber etwa 33 bis 35 Jahre alt gewesen sein. Ihr hohes Alter habe man ihr schon lange angemerkt, teilt der Zoo Basel mit. Lotynka bewegte sich nicht mehr viel und mochte nicht mehr klettern. Als sich ihr Zustand plötzlich rapide verschlechterte, habe man beschlossen, ihr weiteres Leiden zu ersparen und sie einzuschläfern. Erste Untersuchungen deuteten auf ein Krebsleiden hin.

Lotti hatte ein bewegtes Leben. Geboren wurde sie in Vietnam, wo ihre Mutter wahrscheinlich gewildert wurde. Von einer Auffangsstation gelangte sie nach Europa, wo sie ihr Leben in verschiedenen Zoos verbrachte. 2010 kam sie schliesslich – bereits als Seniorin – nach Basel, wo sie ihren Lebensabend verbrachte.

Im Herbst 2019 geriet Lottis Anlage in die Kritik von Tierschützern. Sie sei viel zu klein. Dass die Anlage wenig Platz hatte, räumten auch die Zooverantwortlichen ein, gaben aber zu bedenken, dass Lotynka schon so alt sei, dass man ihr den Stress eines Transportes und Umbaus ersparen wollte. Sie sei ohnehin nicht mehr sehr aktiv gewesen und stets intensiv beschäftigt worden und habe regelmässige tierärztliche Spezialbehandlungen erhalten.

Auf der Anlage werden nun auf jeden Fall keine neuen Malaienbären mehr einziehen. Wofür sie genutzt werden wird, ist nach Angaben des Zoos noch unklar.

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