Eine Heimat für 1400 wildlebende Arten im Botanischen Garten

Schnecke

Auch Schnecken sind Thema am Thementag für Gross und Klein namens «24h Biodiversität»: Eine der vielen Arten, die sich im Botanischen Garten in Bern wohlfühlen. 

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Thementag «24h Biodiversität»
Nebst den kultivierten 5500 Pflanzenarten aus aller Welt bietet der Botanische Garten der Universität Bern Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und anderen Organismen. Eine neue Zählung kommt auf 1400 wildlebende Arten auf den 2,5 Hektaren.

Der Botanische Garten Bern hat zusammen mit 20 Expertinnen und Experten Tiere, Pilze und wildgewachsene Pflanzen auf dem Gelände gezählt, wie er am Mittwoch mitteilte. Bei einer früheren Inventur waren noch nicht alle Organismen mitgezählt worden.

Nun umfasst die Artenliste auch Heuschrecken, Ameisen, Blattflöhe, Wanzen und Wespen. Einige Arten konnten sogar erstmals im Kanton Bern nachgewiesen werden, so zum Beispiel der sich ausschliesslich von der Kugel-Ginster ernährende Blattfloh namens Livilla vittipennella.

Auch der sonst in mediterranen Gefilden verbreitete Rüsselkäfer Hypophyes pallidulus wurde erstmals im Schweizer Mittelland gesichtet. Experten vermuten, dass der Klimawandel die Ausbreitung dieser wärmeliebenden Art begünstigt.

24-Stunden-Erlebnis
Als «kleine Sensation» gilt der Nachweis der Schlupfwespe Thymaris tener in einem Asthaufen. Diese Art wurde letztmals 1897 im Kanton Bern gesammelt. Im Vergleich zur ersten Zählung im Jahr 2019 wurden zudem zwei weitere Fledermaus-Arten beobachtet, darunter das Grosse Mausohr dass in Städten selten vorkommt.

Die Beispiel zeigten, wie wertvoll der vielfältige Lebensraum für die gesamte Biodiversität mitten in der Stadt sei, heisst ist der Mitteilung weiter. Am kommenden Wochenende macht der Botanische Garten die Biodiversität mit einem 24-Stunden-Thementag erlebbar. 

Infos zu Veranstaltungen am Thementag: Link.

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