Giraffe wegen Inzuchtgefahr getötet

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Laut dem Zoo von Kopenhagen habe es keine Alternative zur Tötung des Giraffenkalbs gegeben.
Guillaume Baviere/Flickr
Kopenhagen
Die Tötung eines vollkommen gesunden Giraffenkalbs im Kopenhagener Zoo wegen Inzuchtgefahr hat in Dänemark für Aufregung gesorgt. Das Fleisch der Giraffe ist im Anschluss an Raubtiere verfüttert worden.

Wie Zoosprecher Tobias Stenbaek Bro am Sonntag mitteilte, wurde das eineinhalb Jahre alte männliche Tier mit dem Namen Marius am Morgen per Bolzenschuss getötet.

Nach einer Autopsie sollte das Giraffenfleisch an Raubtiere im Zoo verfüttert werden. Auf seiner Internetseite hatte der Zoo ausführlich dargelegt, dass es zu der Tötung keine Alternative gebe. Der Tierpark gehört zur Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA), für die ein strenges Zuchtprogramm für Giraffen gilt. So dürfen sich nur solche Giraffen paaren, die nicht miteinander verwandt sind. Damit soll die genetische Vielfalt der Population erhalten bleiben.

Marius habe in keinem der etwa 300 EAZA-Zoos Aufnahme gefunden, weil die dortigen Giraffen ähnliches Genmaterial aufwiesen. Eine Kastration wäre demnach grausamer gewesen und hätte «unerwünschte Folgen gehabt». Auch eine Auswilderung in die Natur sei zu riskant gewesen – zumal das von afrikanischen Ländern nicht erwünscht sei, hiess es weiter.

Nach der Tötung wurde das Giraffenkalb vor den Augen der Zoobesucher zerteilt und an die Raubtiere des Zoos verfüttert (Video unten; vorsicht: Blut).

Quelle: YouTube/Shazzy Mazzy

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