Rote Zahlen im Tierpark

Mandarinente

Tieren wie der Mandarinente bescherte der Corona-bedingte Besucherrückgang zwar mehr Ruhe. Der Tierpark Goldau, in dem sie zuhause sind, blickt aber mit Sorge in die Unterlagen der Buchhaltung.

©Tierpark Goldau

Tierpark Goldau
Der Natur- und Tierpark Goldau schliesst sein Ende März abgeschlossenes Geschäftsjahr 2019/2020 trotz Corona mit einem Gewinn von 0,4 Millionen Franken ab.

Die Epidemie dürfte sich trotz des Gewinns Zahlen stark auf das aktuelle Geschäftsjahr auswirken. Erwartet wird ein Minus von 1,5 Millionen Franken.

Wie schon im Geschäftsjahr 2018/2019, erreichte der Tierpark im letzten Geschäftsjahr einen Betriebsertrag von 11,8 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand reduzierte sich von 9,9 Millionen Franken auf 9,3 Millionen Franken.

Das Betriebsergebnis erhöhte sich in der Folge von 1,9 Millionen Franken auf 2,5 Millionen Franken. Das Jahresergebnis fiel mit 0,4 Millionen Franken um eine halbe Million kleiner aus als 2018/2019.

Das Geschäftsjahr 2019/2020 hatte gut begonnen. Dank des schönen Wetters im letzten Sommer habe die Chance bestanden, den Besucherrekord von 2018/2019 zu brechen, teilte der Tierpark am Dienstag mit. Diese Hoffnung sei jedoch zerstört worden, als die Anlage Mitte März wegen der Coronapandemie für Besucher geschlossen werden musste.

Unternehmen nicht gefährdet
Das letzte Geschäftsjahr war von der Schliessung nur kurze Zeit betroffen. Dies und die erfolgreichen Monate zuvor führten dazu, dass trotz der Krise ein Gewinn ausgewiesen werden konnte.

Für das laufende Geschäftsjahr rechne er indes mit einem Verlust von 1,5 Millionen Franken, teilte der Tierpark mit, denn die längste Zeit der bis Anfang Juni dauernden Schliessung betreffe das aktuelle, am 1. April begonnene Geschäftsjahr 2020/2021. Gemäss Jahresbericht wird nicht davon ausgegangen, dass die Fortführung des Unternehmens durch die Krise gefährdet wird.

Der Tierpark konnte nach eigenen Angaben auch während der Schliessung diverse Projekte vorantreiben, weil diese durch projektbezogene Spenden vorfinanziert waren. Er erwähnt etwa die neue Volière für Eulen und Kolkraben oder die Planung einer Auen- und Kulturlandschaft. Als einen Höhepunkt des Jahres 2019/2020 bezeichnet der Tierpark den Einzug einer neuen Braunbärin im letzten Herbst.

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