Seltenes Nashorn in Zoo geboren

Zoogeburt
Die Geburt eines Breitmaulnashorns in einem französischen Zoo gilt als Hoffnungsschimmer für diese äusserst gefährdete Tierart.

Es trottet munter hinter seiner Mutter her und schert sich nicht darum, dass es eine kleine Sensation ist: Ein Breitmaulnashornbaby hat im Zoo des lothringischen Städtchens Amnéville das Licht der Welt erblickt. Der kleine Shango kam am 1. Dezember auf die Welt, wie der Zoo am Donnerstag mitteilte.

Die Geburt eines Breitmaulnashorns, auch Weisses Nashorn genannt, in Zoos sei äusserst selten, betonte Zoo-Sprecherin Marion Cabrol. Das freudige Ereignis sei auch ein Hoffnungsschimmer für diese äussert gefährdete Tierart.

40-Kilo-Baby
Der kleine Shango, der schon 40 Kilo auf die Waage bringt, ist das erste Breitmaulnashornbaby, das im Zoo von Amnéville geboren ist. Die Zoologen des Tiergartens hatten vor sechs Jahren ein Programm zur Fortpflanzung dieser seltenen Art lanciert. Shango wurde auf natürliche Weise von einem Nashornpaar gezeugt und kam 17 Monate später zur Welt. Er gehört zur Unterart der südlichen Breitmaulnashörner, die aus dem Süden Afrikas stammen.

In freier Wildbahn leben heute noch schätzungsweise 20'000 dieser Tiere, vor allem in Südafrika. Doch in diesem Jahr wurden rund tausend Breitmaulnashörner von Wilderern getötet – ein Negativrekord. Gejagt werden die schwergewichtigen Säugetiere wegen ihrer Hörner, die in Asien wegen ihrer angeblich aphrodisierenden Wirkung zu Pulver zerrieben reissenden Absatz finden.

Im vergangenen Jahr seien in europäischen Tiergärten 20 Weisse Nashörner geboren worden, sagte David Bilger, die im Zoo von Amnéville für Elefanten und Nashörner zuständig ist.

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