Überraschungsgeburt: Zuwachs bei den Säbelantilopen im Zoo Zürich

Junge Säbelantilope im Zoo Zürich

Das kleine Säbelantilopen-Böcklein kam überraschend zur Welt – schliesslich bestand die Herde nur aus Weibchen.

Zoo Zürich, Pascal Marty

Herdentiere
Im Zoo Zürich haben zwei männliche Tiere die Herde der Säbelantilopen erweitert. Zum einen ist überraschend ein Jungtier geboren. Zum anderen ist ein neues Männchen aus Frankreich eingetroffen.

Unerwartet ist vor drei Wochen ein Säbelantilopenkalb in der neuen Lewa Savanne geboren. Die Geburt war deshalb überraschend, weil die Herde in der Lewa Savanne bis letzte Woche nur aus vier Weibchen bestand. Bei einer Tragezeit von etwa neun Monaten habe die Mutter bei ihrer Ankunft Anfang Jahr schon trächtig gewesen sein müssen, wie der Zoo Zürich mitteilt.

Wie in der Natur, in der die Mutter sich für die Geburt von der Herde absondert, habe das Neugeborene mit seiner Mutter die ersten Tage von den anderen Tieren getrennt im Hintergrund verbracht. Während dieser Zeit traf weiter ein neues Männchen aus Frankreich im Zoo ein. Der Bock mit dem Namen Luam sei inzwischen mit allen Herdenmitgliedern erfolgreich zusammengeführt worden. Zusammen mit dem Jungtier werde er im Moment vorsichtig mit den anderen Tieren der Lewa Savanne vergesellschaftet, schreibt der Zoo.

In der Natur ausgestorben
Die Säbelantilope (Oryx dammah) war einst in weiten Teilen Nordafrikas verbreitet. Durch extensive Bejagung wurde die Population im 20. Jahrhundert stark dezimiert. Seit dem Jahr 2000 gilt die Säbelantilope als in der Natur ausgestorben. Dank der Haltung von Säbelantilopen in Zoos und in Privathaltungen hat die Art dennoch überlebt.

Heute gibt es in verschiedenen Ländern Auswilderungsprojekte mit dem Ziel, die Säbelantilope in ihrem natürlichen Lebensraum wieder anzusiedeln, etwa im Tschad. Die Säbelantilopen im Zoo Zürich sind Teil des europäischen Erhaltungszuchtprogrammes. Das Ziel dieses Programm sei es, gesunde Tiere zu züchten, die später allenfalls ausgewildert werden können. Ein solches Beispiel einer anderen Tierart ist das Spitzmaulnashorn-Weibchen Olmoti. 2014 im Zoo Zürich geboren, wurde es 2019 in Ruanda ausgewildert und lebt seither dort in einem Nationalpark («Tierwelt online» berichtete).

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