Vater- und mutterlos geborene Haie im Zoo Basel

Stierkopfhai im Zoo Basel

Im Zoo Basel schlüpfte ein Stierkopfhai aus einem Ei, das seine Mutter kurz vor ihrem Tod abgelegt hatte.

Zoo Basel.

Parthenogenese
Im Zoo Basel ist aus dem Ei eines verstorbenen Muttertiers ein Kalifornischer Stierkopfhai geschlüpft. Gleichzeitig trafen zwei neue Schwellhaie ein, die in Leipzig mutmasslich durch eine Jungfernzeugung zur Welt gekommen waren.

Die Stierkopfhaie sind schon seit längerer Zeit im Basler Zolli heimisch. Seit 2014 ist es hier nun erstmals wieder zu einem mehrfachen Nachwuchs gekommen – unter speziellen Umständen, wie der Zoo Basel am Mittwoch mitteilte.

Dass Muttertier des einen Hai-Jungens lebte nämlich schon seit mehreren Monaten nicht mehr. Es war im Frühling 2020 verstorben, hatte aber kurz vor ihrem Tod noch ein Ei abgelegt. Im vergangenen Oktober ist daraus ein Jungtier geschlüpft. Dieses hat nun Mitte März Gesellschaft erhalten. Aus dem Ei eines noch lebenden Weibchens schlüpfte ein weibliches Jungtier.

Vaterloser Hai-Nachwuchs
Aus dem gleichen Verbreitungsgebiet wie die Stierkopfhaie stammen die Kalifornischen Schwellhaie. Zwei weibliche Tiere sind neu im Zoo Basel eingetroffen. Sie kamen 2018 im Zoo Leipzig zur Welt. Und auch hier sind die Umstände der Geburt speziell.

Die Mutter dieser beiden Weibchen lebte nämlich seit 2001 ganz alleine im Zoo. Entsprechend müsse es sich um parthenogenetisch oder jungfräulich entstandene Jungtiere handeln, die in unbefruchteten Eiern herangewachsen sind, schreibt der Zoo Basel.

Solche Jungfernzeugungen – im Fachjargon spricht man von Parthenogenese – seien bei mehreren Hai-Arten bekannt, heisst es weiter. Bei den Kalifornischen Schwellhaien seien diese aber bislang nicht beschrieben worden.

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