Vier junge Waldrappe im Zoo Basel

Waldrapp mit Küken

Wie in der Natur brüten auch die Basler Waldrappe in Felsnischen.

Zoo Basel

Aus dem Ei geschlüpft
Im Zoo Basel sind vier Waldrappküken geschlüpft. Die schwarzen Vögel lösen vielleicht nicht bei jedermann einen Jöh-Effekt aus, haben aber in der Schweiz viele Fans.

Die Waldrappen sind akut vom Aussterben bedroht, wie der Basler Zolli am Mittwoch mitteilte. In der Schweiz wurden die Zugvögel vor über 400 Jahren ausgerottet. Ihr Fleisch galt als Leckerbissen und aus den Nestern wurden die Eier gestohlen. Die starke Bejagung habe dazu geführt, dass in der Natur heute nur noch kleine Restbestände in Marokko und im Vorderen Orient anzutreffen seien, schreibt der Zoo.

Seit ein paar Jahren werden die schwarzen Vögel mit der Punkfrisur im Alpenraum jedoch wieder angesiedelt. Sie brüten heute erfolgreich in Österreich und in Bayern. Die jüngste Kolonie befindet sich in Überlingen am Bodensee. Ihre Gründervögel wurden von Hand aufgezogen und ziehen bei der Rückkehr vom Überwinterungsgebiet in der Toskana durch die Schweiz, wo sie dank ihrer kecken Art viele Freunde haben.

Der Zoo Basel hält seit 1949 Waldrappe. Bis heute seien in der Voliere fast 400 Junge geschlüpft. Die Kolonie bestehe aktuell aus 16 Tieren: Neben den vier im Mai geschlüpften Küken sind es drei Jungtiere vom vergangenen Jahr und neun erwachsene Vögel.

Kommentare (0)