Zwei Zürcher Störche per Internet begleiten

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Die GPS-Daten zeigen, welchen Weg die Störche fliegen.
StMeyer / fotocommunity.de / cc-by-sa
Zugvögel
Die Flugrouten der beiden Zürcher Weissstörche Osuna und Orbieux können ab sofort im Internet verfolgt werden. Die GPS-Sender sollen Auskunft über das veränderte Zugverhalten von Störchen geben.

Während Osuna momentan noch auf ihrem Nest bleibt, macht Obieux bereits erste Erkundungsflüge in der Nähe, wie der Zoo Zürich am Donnerstag mitteilte. Das zeigen die GPS-Sender, deren Daten im Internet angesehen werden können. Der Zoo ist Teil des Projekts «SOS Storch – Storchenzug im Wandel» der Gesellschaft Storch Schweiz.

Spanische Müllkippen statt Sahel
Bislang haben die Schweizer Störche meistens die Meerenge bei Gibraltar überquert, um dann in der westlichen Sahelzone in Afrika zu überwintern. Dieses typische Zugverhalten scheint sich aber zu ändern, wie es in der Mitteilung heisst. Heute überwintern die meisten Störche im Süden Spaniens und halten sich dort vor allem auf den grossen Müllkippen auf.

Die Gründe für die Veränderung sind unklar. Möglicherweise ist die Klimaerwärmung verantwortlich, vielleicht spielen aber auch die Gene der wiederangesiedelten Störche eine Rolle oder die Vögel nutzen einfach das reichliche Nahrungsangebot. Um offene Fragen zu klären, werden die Daten der individuellen Wanderrouten gesammelt und verglichen. Gespannt sind die Fachleute auch auf mögliche zukünftige Änderungen, denn die offenen Müllkippen in Spanien sind ein hygienisches Problem und sollen deshalb geschlossen werden.

Die Route von Storch Orbieux

Die Route von Storch Osuna

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