Beliebte Terrarientiere

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Für Einsteiger
Wer gerne Reptilien und Amphibien halten möchte, sollte mit gängigen Arten beginnen. Wir stellen einige der am häufigsten gehaltenen und gezüchteten Arten vor. 

Bartagame
Es gibt verschiedene Arten dieser australischen Echsen, die 30 bis 50 Zentimeter gross werden. Die kleinste Form ist die Zwergbartagame. Bartagamen leben einzeln in Halbwüsten und Wüsten mit Grasbewuchs. Sie benötigen ein Trockenterrarium mit ultraviolettem Licht. Gerne ruhen sie auf Baumstämmen und Steinen. Als Allesfresser ernähren sie sich von kleinen Insekten, Blüten, Blättern und Früchten. Das Terrarium muss so strukturiert sein, dass sich die Tiere ausweichen können, und sollte verschiedene Niveaus aufweisen. Die Luftfeuchtigkeit sollte 30 bis 50 Prozent betragen, unter einer Wärmelampe sollte es 40 Grad warm werden.

Kornnatter
Diese ungiftige Schlangenart stammt aus dem Osten der USA. Es sind gute Schwimmer, die oft in der Nähe des Menschen leben, also auch in Kornfeldern, wo sie auf Mäuse lauern. Der Lebensraum besteht nicht nur aus Laub- und Nadelwäldern, sondern auch aus Trockensavannen. Die meisten Kornnattern halten eine Winterruhe von etwa vier Monaten. Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte 50 bis 60 Prozent betragen, die Temperatur sollte variabel sein und stellenweise bis zu 35 Grad reichen. Nachts kann sie auf bis zu 20 Grad absinken. Kornnattern werden bis zu 25 Jahre alt und sind untereinander verträglich. 

Rotkehlanolis 
Der Rotkehlanolis aus den Subtropen der USA und der Karibik sieht aus wie eine kleine, grüne Eidechse. Er eignet sich gut für Waldterrarien oder Paludarien, die einen Land- und Wasserteil aufweisen. Rotkehl-anolis leben in Gruppen und unterhalten eine Rangordnung. Ein Männchen kann mit mehreren Weibchen gehalten werden. Die Luftfeuchtigkeit sollte abends mittels Sprühen von 65 auf bis zu 90 Prozent erhöht werden. Fliegen, Maden, Mehlwürmer und Grillen gehören zur Nahrung der Anolis, die ihre Färbung zwischen braun und grün wechseln können. Äste und zahlreiche Pflanzen dienen den Anolis als Kletter- und Aufenthaltsmöglichkeiten.  

Madagaskar-Taggecko
Auch Madagaskar-Taggeckos sind Waldbewohner. Da sie sich in der Vertikalen bewegen, können sie in hohen Terrarien gehalten werden. Es sind in der Natur Einzelgänger. Im Terrarium von ungefähr 100 x 100 x 180 Zentimeter können ein Männchen und ein Weibchen gehalten werden. Da die Männchen die Weibchen bedrängen, ist es aber besser, wenn zu einem Männchen zwei Weibchen gehalten werden. Tagsüber sollte die Temperatur bei 28 Grad, die Luftfeuchtigkeit bei etwa 70 Prozent liegen. Sonnenplätze durch Metalldampflampen von 35 Grad werden auch gerne genutzt. Taggeckos ernähren sich von Insekten und süssen Pflanzensäften.  

Pfeilgiftfrösche
Pfeilgift- oder Baumsteigerfrösche aus der Neotropis fühlen sich in einem Regenwaldterrarium mit Bromelienbewuchs wohl. Die bunten Fröschchen bewohnen oft sämtliche Schichten des Regenwaldes, sodass sie verschiedene Temperatur- und Klimazonen zur Verfügung haben sollten. Manche Arten laichen in den Trichtern der Bromelien. Die Nahrung besteht aus kleinen Insekten. Je nach Art sind die Bedürfnisse an Klima und Luftfeuchtigkeit unterschiedlich. Im Regenwaldterrarium sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 100 Prozent betragen, die Temperatur zwischen 20 und 30 Grad. 

Autor

Lars Lepperhoff

Lars Lepperhoff

Lars Lepperhoff ist Redaktor der «Tierwelt» und des «Kleintierzüchters», wo er wöchentlich Porträts über Tierhalter schreibt. Ziervögel sind sein Spezialgebiet. Darum pfeifen in seiner Wohnung Graupapageien aus einer Zimmervoliere, Wasser plätschert im Aquarium und exotische Pflanzen wuchern. Auf Reisen besucht er nicht nur Ursprungsgebiete tropischer Vögel, sondern besonders auch Zoos, Botanische Gärten und Tierhalter. Er ist Autor von Büchern und zahlreichen Fachartikeln.

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