Totalrevidierte Tierzuchtverordnung
ProSpecieRara warnt: Neue Tierzuchtverordnung gefährdet alte Nutztierrassen
Anfangs Jahr ist die totalrevidierte Tierzuchtverordnung in Kraft getreten. Ein Dorn in den Augen der Stiftung ProSpecieRara und vielen weiteren Zuchtverbänden: Sie sehen seltene Nutztierrassen in ihrer Existenz bedroht – aus mehreren Gründen.
Bündner Oberländer Schafe, Pfauenziegen oder Appenzeller Barthühner sind nur drei von insgesamt 38 Nutztierrassen, für die sich die Stiftung ProSpecieRara in Zusammenarbeit mit vielen Züchterinnen, Züchtern und Zuchtvereinen einsetzt. Alle aufgeführten Rassen einen zwei Aspekte: Einerseits handelt es sich um alte, traditionelle Schweizer Landrassen, die auf einen landwirtschaftlichen und soziokulturellen Hintergrund zurückblicken. Andererseits müssen sie als «gefährdet» kategorisiert werden können.
Die Stiftung und ihr Netzwerk setzen sich deshalb dafür ein, deren genetische und kulturhistorische Vielfalt zu bewahren und die seltenen Nutztierrassen so zu erhalten. Genau diese Arbeit steht durch die Anfang Jahr in Kraft getretene, totalrevidierte Tierzuchtverordnung vor grossen Veränderungen. Trotz einer durch Ständerätin Maya Graf (Grüne / BL) eingereichten Interpellation verabschiedete der Bundesrat die Tierzuchtverordnung Ende Oktober definitiv.
Béla Bartha, Geschäftsführer von…
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