Eine Wüste wird bunt
Weshalb die Sekem-Initiative Vorbildcharakter hat
Immer wieder liest man von verlorenen Lebensräumen und ausgetrockneten Regionen. Doch es gibt auch Gegenbeispiele wie die Sekem-Initiative, die der Wüste wieder neues Leben einhaucht.
Alles begann mit der Sorge um sein Heimatland. Als der studierte Chemiker und Mediziner Ibrahim Abouleish nach 20 Jahren im Ausland nach Ägypten zurückkehrt, sieht er sich mit viel Armut und Umweltverschmutzung konfrontiert. Er beschliesst, selbst etwas dagegen zu tun und kauft 70 Hektaren Wüstenland in der Nähe der Hauptstadt Kairo. Mit biodynamischen Landwirtschaftsmethoden verwandelt sich das karge Land nach und nach in fruchtbaren Boden, welcher lokale Märkte mit Lebensmitteln und Rohstoffen versorgt.
Über die Jahrzehnte wird Abouleish für sein Projekt, das er Sekem-Initiative nennt, vielfach ausgezeichnet und gilt als einer der Pioniere des sozialen und nachhaltigen Unternehmertums. Währenddessen wächst seine Initiative stetig weiter. Es entstehen neue Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie Schulen und zahlreiche weitere soziale Institutionen.
Im selben Jahr, in dem die Sekem-Initiative ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, stirbt Ibrahim Abouleish im Alter von 80 Jahren. Doch sein Lebenswerk endet nicht mit ihm. Die Organisation nimmt seinen Tod zum Anlass, weiterzudenken – und grösser zu träumen. Sekem soll ein internationales Kompetenzzentrum für ganzheitliche nachhaltige Transformation in Ägypten und darüber hinaus werden. So lautet die Vision für das Jahr 2057.
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