Aua da Fedoz (GR)
Nördlich des Silsersees liegt die einmalige Auenlandschaft der Aua da Fedoz. Von Isola aus führt die Wanderung das Tal hinauf zur Alp Motta Salacine. Auf halbem Weg kann man den Fluss überqueren und auf der anderen Seite zurück zum See wandern, oder man nimmt die lange Route bis zur Alp. Das Fernglas sollte im Gepäck nicht fehlen, denn für Vogelbegeisterte hat das Tal Steinadler, Alpenbirkenzeisige, Wasseramseln und Bluthänflinge zu bieten.

Le Tabeillon (JU)
Zwischen La Combe und Glovelier fliesst der Bach Le Tabeillon durch den kleinen See Étang de Bollement und durch die Schlucht Combe de Tabeillon durch eine verwunschen anmutende Landschaft. Die ganze Strecke des Oberlaufs ist unverbaut und bietet einen wertvollen Brutplatz für viele Amphibien. Sumpfgebiete und ein Hochmoor sorgen für weitere Lebensräume, die den Fluss zu einem Biodiversitäts-Hotspot machen.
Goldach (AR)
Von der Busstation Zweibrücken geht es durch die Schlucht hinauf Richtung Trogen, wo man bereits nach gut einer Stunde die Bahnstation erreicht. Wem das zu kurz ist, der läuft weiter bis ins Quellgebiet der Goldach zur Busstation Landmark. Totholz, Steine und Kies schaffen im Flüsschen immer wieder neue Lebensräume, in denen sich Wasserinsekten, Fische, Stein- und Edelkrebse wohlfühlen.

Biber (SZ)
Ab Biberbrugg führt eine etwa 2,5-stündige Wanderung mit Panoramablick auf ein Hochmoor nach Rothenthurm. Die farbenreiche Moorlandschaft ist stets wassergesättigt und bietet einen wertvollen Lebensraum für spezialisierte Pflanzenarten, so auch seltene Orchideen. Sogar die vom Aussterben bedrohte gebänderte Heidenlibelle ist hier noch zu finden.
Nozon (VD)
In Croy-Romainmôtier wird die Nozon noch zum Antreiben eines Mühlerads genutzt, verläuft danach aber natürlich-idyllisch durch die Talmulde nach Pompaples oder La Sarraz. Unterwegs führt der Weg vorbei an einem Wasserfall und durch eine Schlucht, die beide wie aus einem Märchen wirken. Mit etwas Glück bekommt man vielleicht sogar einen seltenen Eisvogel zu Gesicht.

Töss (ZH)
Eine kurze Wanderung führt entlang der unverbauten Töss von Embrach-Rorbas zur Tössegg, wo der Fluss in den Rhein fliesst. Ab hier geht es – zumindest am Wochenende – mit dem Schiff über den Rhein und zu Fuss weiter nach Eglisau. Die Töss ist für die sogenannten «Kieslaicher» wie Äsche oder Barbe ein wichtiges Gewässer. Hier finden die Fische lockeren Kies, zwischen dem sie ihre Eier ablegen können. Auch der Fadenmolch, der Feuersalamander und die Ringelnatter fühlen sich rund um die Töss wohl.
Kander (BE)
Im Keltischen bedeutet «kandara» so viel wie «die Glänzende». Ab Kandersteg wandert man ab der Talstation Sunnbüel durch eine enge Schlucht – die sogenannte Klus – das Gasterntal hinauf, in der die Kander entspringt. Durch das mystische Auengebiet gelangt man nach Selden und von hier mit dem Postauto bequem zurück nach Kandersteg. Obwohl das Auengebiet geschützt ist, ist in der Schlucht ein Kleinwasserkraftwerk geplant, gegen das sich der WWF aktuell wehrt.

Verzasca (TI)
Mit dem Postauto gelangt man bis nach Sonogno, von wo aus man entlang der Verzasca bis nach Lavertezzo wandern kann. Entlang des natürlichen Flusses gibt es immer wieder Möglichkeiten für Pausen und zum Baden. Im aussergewöhnlich sauberen Wasser der Verzasca finden Kleinlebewesen einen idealen Lebensraum. Der ungebändigte Charakter des Flusses mit dem mediterranen Flair macht ihn zudem zu einem der schönsten der Schweiz.

Thur Oberlauf (SG)
In der hintersten Ecke des Toggenburgs entspringen die zwei Quellflüsse der Thur. Von Wildhaus aus folgt man der Wildhauser Thur mit dem Velo oder zu Fuss durch das Munzenriet, ein Moorgebiet von nationaler Bedeutung, Richtung Unterwasser. Ab hier lohnt sich ein Abstecher zu den Thurfällen, einer zweistufigen Kaskade der Säntisthur. Der Oberlauf der Thur bietet Lebensraum für die Gelbbauchunke und den Feuersalamander, aber auch der Biber fühlt sich an der Thur wohl.


