Neugeborenes Elefantenbaby im Zoo Zürich gestorben

Elefantenkuh Farha mit ihrer ersten Tochter Ruwani

Liebevoll: Elefantenkuh Farha mit ihrer ersten Tochter Ceyla-Himali

Zoo Zürich, Enzo Franchini

Tragisch
Ein neugeborenes Elefantenweibchen ist im Zürcher Zoo am Sonntagmorgen tot aufgefunden worden. Das wenige Stunden alte Tier hatte schwere Verletzungen am Kopf.

Was nach der Geburt in der Nacht auf Sonntag geschah, ist nur bruchstückhaft durch die Aufzeichnungen einer Überwachungskamera bekannt, wie der Zoo am Montag mitteilte. Die Kamera deckt nur einen Teil der Elefantenanlage ab.

Demnach kam das Kalb lebend zur Welt und lebte mindestens eine Stunde lang. Mutter des kleinen Elefanten war die 15-jährige Elefantenkuh Farha, Vater der gleichaltrige Bulle Thai. Bei der Geburt anwesend waren Farhas Mutter Ceyla-Himali sowie ihre 2017 geborene Tochter Ruwani. Die wenigen Aufnahmen zeigen keine speziellen Interaktionen zwischen dem Jungtier und den anderen Familienmitgliedern. Als die Tierpfleger aber am Morgen ihre Arbeit aufnahmen, war die kleine Elefantenkuh tot.

Ceyla-Himali sorgt sich um ihre Tochter Farha, nachdem diese ihr Kalb verloren hat

Dritte Geburt erwartet
Wie die Verletzungen zustande kamen, ist unklar. Es gebe zur Zeit keine Hinweise auf die Umstände, die zum Tod des Jungtiers geführt hätten, schreibt der Zoo. Vielleicht bringe eine Untersuchung im Institut für Veterinärpathologie der Universität Zürich etwas mehr Licht in den tragischen Vorfall.

Es war schon die zweite Geburt in der Elefantenanlage des Zoo Zürich in diesem Jahr. Anfang Februar brachte die 34-jährige Indi den kleinen Bullen Umesh zur Welt («Tierwelt online» berichtete). Da Elefanten in matrilinearen Gruppen leben und die Männchen die Familie nach einigen Jahren verlassen, wäre ein Weiblicher Nachwuchs ein willkommene Stärkung von Farhas Familie gewesen, heisst es beim Zoo. Im Spätsommer wir noch eine dritte Elefantengeburt erwartet. Trächtig mit ihrem ersten Kalb ist die 2014 in Zürich geborene Omysha.

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