Interview
«Floristik ist nicht nur ‹Blümchen binden›»
Roman Bollhalder nahm als einziger Mann in der Kategorie «bester Florist/beste Floristin» an der Swiss Skills 2025 teil. In seinen Arbeiten achtet der 20-Jährige vermehrt auf Nachhaltigkeit.
Herr Bollhalder, Sie sind einer der wenigen männlichen Nachwuchs-Floristen der Schweiz. Was hat Sie dazu bewogen, diesen Beruf zu ergreifen?
Es war die Kombination aus Handwerk und Ästhetik. Ich wollte nie einen klassischen Bürojob. In der Floristik kann ich mit meinen Händen etwas erschaffen, das unmittelbar Emotionen auslöst. Dass es wenig Männer in diesem Beruf gibt, war für mich eher ein Ansporn als ein Hindernis. Es braucht frische, vielleicht auch mal etwas kantigere Perspektiven in der Gestaltung.
Gibt es ein Naturerlebnis aus Ihrer Kindheit, das Ihren Berufswunsch beeinflusst hat?
Ich bin auf dem Land aufgewachsen, dort hat mich als Kind schon der grosse Garten meiner Grossmutter inspiriert. Auch das Streifen durch die Wiesen und Wälder meiner Heimat hat mich geprägt. Ich erinnere mich gut daran, wie fasziniert ich war, dass aus einem unscheinbaren Samen etwas so Komplexes und Schönes wie eine Blume entstehen kann.
Wie sehr sind Sie als Mann von stereotypen Meinungen oder…
Möchten Sie diesen Artikel lesen?
Lesedauer: 4 MinutenHaben Sie bereits ein Konto?
Hier einloggen.
Bitte loggen Sie sich ein, um die Kommentarfunktion zu nutzen.
Falls Sie noch kein Agrarmedien-Login besitzen:
Jetzt registrieren