Auf der Website der Tiny Farms Academy wimmelt es nicht nur von Gemüse in allen Farben und Formen, sondern auch von Anglizismen: Von Field und Inner Work, Market Gardening, Changemaker und Low-Tech-Geräten ist die Rede. Wird hier einfach klassischer Gemüseanbau in einem neuen linguistischen Gewand propagiert? Keineswegs, sagt Adèle Garret, die Geschäftsführerin des Schweizer Ablegers von Tiny Farm. Was die erste Schweizer Tiny Farm in der Schlossgärtnerei Teufen (ZH) seit rund einem Jahr praktiziert und im Rahmen eines neunmonatigen Lehrgangs vermittelt, hat seinen Ursprung im 19. Jahrhundert in Frankreich. «Mikrofarming haben früher Gärtner im Randgebiet von Paris betrieben», erklärt die Agrarökologin. Mit diesem bio-intensiven Gemüsebau konnten sie die Stadt ganzjährig mit Gemüse versorgen. Ein Ansatz, der in den 2010-er Jahren in Kanada ein Revival erlebte und sich heute in Europa verbreitet.

Viel Handarbeit, üppige Ernten

«Ziel von Mikrofarming ist es, auf einer kleinen Fläche…

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