Ein bisschen Schnaps hilft immer
Krankes Vieh auf der Alp: Wie Bauern vor 100 Jahren Tiere mit Heilkräutern behandelten
Im Maison des Anciens Remèdes erfährt man, mit welchen Mitteln sich die Bergbevölkerung in der Zeit vor Tierkliniken und Grosstierarzt um ihr krankes Vieh kümmerten.
Was tat ein Landwirt vor 100 Jahren auf der Alp, wenn eines seiner Tiere krank wurde? Der Viehdoktor lebte meist in der Stadt und benötigte oft Stunden, um zum Patienten zu gelangen. Lag im Winter Schnee, war die Dorfbevölkerung gar vollständig auf sich allein gestellt.
Aus dieser Zeit stammt das Wissen um Heilkräuter – nicht nur zur Behandlung menschlicher Beschwerden, sondern auch für kranke Tiere. Im Maison des Anciens Remèdes im italienischen Jovençan, rund 20 Kilometer Luftlinie von der Schweizer Grenze entfernt, wurde dieses Wissen in einem Buch festgehalten. Darin kann man erahnen, mit welchem Einfallsreichtum die Alpenbevölkerung noch vor wenigen Generationen ihre vierbeinigen Mitbewohner behandelt hat.
Bei nahezu allen Tieren galt schwarzer Kaffee, gemischt mit Grappa, als Allheilmittel – insbesondere bei Durchfall und Koliken. Beide Zutaten waren jedoch äusserst kostbar und wurden lieber für den Eigenbedarf aufgespart.
Mit Leinöl die Verdauung anregenGegen Schwellungen…
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