Wir befinden uns in einem Zimmer, ausgestattet mit Strohballen, Weidekörben, antik anmutenden Puppen-Wagen und Näpfen. Auf den ersten Blick erscheint der Raum ruhig und verlassen. Doch plötzlich raschelt etwas zwischen den Strohhalmen: Loki kommt zum Vorschein. Gemeint ist nicht etwa der Gott der Täuschung aus der nordischen Mythologie, sondern ein Frettchen. Neugierig streift er zwischen den Strohballen hindurch und kommt auf den Gehegerand zu. Dort stehen Karin Stiffler und Ulli Runge. Loki nähert sich ihnen, begrüsst sie und holt sich, ganz zahm, seine Streicheleinheiten ab. «Wahrscheinlich hat er eben noch geschlafen», vermutet Stiffler. Denn Schlaf macht einen grossen Teil des Lebens der dämmerungs- und nachtaktiven Frettchen aus: Bis zu 18 Stunden pro Tag verbringen sie schlafend. Sind sie so richtig im Tiefschlaf, bekomme man sie fast nicht wach, erzählt Runge. «Doch wenn sie uns hören, kommt meistens eines der Frettchen hervor, um zu gucken, was los ist.» Denn Loki ist nicht…

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