Mehr als 56000 verschiedene Arten von Pflanzen, Tieren und Pilzen wurden bisher in der Schweiz nachgewiesen. Mehr als die Hälfte davon sind Insekten, gefolgt von 17 Prozent Wirbellosen und 17 Prozent Pilzen. Damit gehört die Schweiz, gemessen an ihrer kleinen Fläche, zu den artenreichsten Ländern Europas. Allerdings sind laut der Synthese der Roten Liste von 2023 47 Prozent aller Schweizer Arten gefährdet, 6 Prozent unmittelbar vom Aussterben bedroht und 2 Prozent bereits ausgestorben.

«Die Roten Listen werden regelmässig – aktuell etwa alle 15 Jahre – überarbeitet», erklärt Dorine Kouyoumdjian vom Bundesamt für Umwelt. «So bleibt das Wissen über den Gefährdungsstatus der Arten möglichst aktuell, und seine Entwicklung über die Zeit ist bekannt.» Beide Informationen seien wichtig für die Artenförderungsmassnahmen.

Den Gefährdungsstatus von Schweizer Arten ermitteln Fachleute der nationalen Daten- und Koordinationszentren. Dafür nutzen sie verschiedene Methoden, um den Tieren auf die…

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