Neues für den Gemüsegarten

Pepperoni von oben
Neue Sorten
Ob Mini-Peperoni, Snack-Gurke oder meterlanger Kürbis: Aus Samen Essbares zu ziehen ist etwas Wunderbares. Auch dieses Jahr gibt es bei den Samengärtnereien viel Neues zum Ausprobieren.

Jetzt ist Gärtnern angesagt! Die Arbeit mit den Pflanzen ist Balsam für die Seele. Sie entspannt und hat eine beruhigende Wirkung. Zu den schönsten Arbeiten gehört dabei das Aussäen von Gemüse, sei es für den Garten oder für den Balkon. Zu beobachten, wie aus einem Samenkorn eine essbare Pflanze entsteht, ist auch nach vielen Jahren gärtnerischer Erfahrung jedes Mal wieder etwas ganz Besonderes. 

Bevor der Gärtner aber die Erde in die Saatschalen rieseln lässt, hat er die Qual der Wahl. Seite für Seite wälzt man Samenkataloge oder klickt sich durch Online-Shops, um jene Sämereien auszusuchen, mit denen man es dieses Jahr versuchen will. Altbewährtes ist schön und gut, es soll aber auch Raum zum Experimentieren frei sein. Denn Jahr für Jahr kommen Neuheiten auf den Markt, die den gärtnerischen Horizont erweitern. 

Für kälteempfindliche Gewächse wie Kürbis, Peperoni oder Gurke nutzt man ein kleines Gewächshaus oder die Fensterbank als Ersatzgarten. Erst, wenn ab Mitte Mai keine Fröste mehr zu erwarten sind, dürfen die Setzlinge nach draussen. Zu den Neuheiten dieser Saison zählt die Peperoni «Cherry Bomb». Ihre rundlichen Früchte sind so gross wie Baumnüsse. Sie schmecken süsslich und eignen sich vorzüglich zum Füllen, sei es als Apéro-Häppchen mit Ziegenkäse oder traditionell mit Hackfleisch. 

Der Kürbis «Langer von Nizza» tanzt mit seiner lang gezogenen Form aus der Reihe. Er ist flaschenförmig und scheint kein Ende zu nehmen. Bis zu einem Meter lang können seine Früchte werden. Da ein Grossteil davon samenfrei ist, gestaltet sich die Zubereitung der südfanzösischen Sorte denkbar einfach. Ebenfalls lang gezogen, aber sehr viel kleiner sind die gerippten, leicht stacheligen Früchte der Gurke «Saiko». Geniesst man sie jung, sind sie fast samenlos und ein vollmundiger, knackiger Snack.

Saatschalen aus Naturkautschuk
Wer noch wenig Erfahrung mit dem Aussäen hat oder sich ganz einfach das Leben leichter machen will, kann es mit sogenannten «Seedcells» versuchen. Das Saatgut steckt in einer verrottbaren Hülle, die mit Substrat gefüllt ist. Diese steckt man einfach zur Hälfte in einen kleinen Topf mit Erde und giesst regelmässig. Die durchwurzelbare Ummantelung saugt sich mit Wasser voll und sorgt dafür, dass das Saatgut stets gleichmässig feucht bleibt. Bald schon zeigen sich die ersten Blättchen.

Direkt ins Freiland sät man ab Mai alle Bohnengewächse, aber auch Gemüse wie Rande. Die Sorte «Wintersonne» weist ein aussergewöhnliches Farbspiel auf. Aussen ist sie orange, innen von leuchtendem Goldgelb mit leichten, weissen Ringen. Sie ist anspruchslos, gedeiht in schweren ebenso wie in leichten Böden. Wer das Besondere sucht, versucht es mit dem Anbau von Soja. Bedingung ist ein warmer Standort. Die Samen steckt man ab April in die Beete, frühestens dann, wenn die Bodentemperatur mindestens zehn Grad beträgt. Die Ernte der Edamame-Sojabohne «Green Shell» lässt sich gekocht im Salzwasser als bekömmlicher Snack zubereiten. Die kalorienarme Chips-Alternative schmeckt nussig und leicht süsslich.

Nachhaltigkeit ist auch in den Gartenbeeten angesagt. Verrottbare Anzuchtgefässe lassen sich auch gut selber machen, zum Beispiel aus alten Eierkartons oder Zeitungen. Neu sind auch Saatschalen aus fair gehandeltem, zertifiziertem FSC-Naturkautschuk erhältlich. Sie sind sehr robust und lassen sich über viele Jahre immer wieder verwenden.

www.zollinger.bio
www.sativa.bio
www.samen-mauser.ch

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