Steigt Ursula Küchler ins Schweinegehege, hat sie kaum eine ruhige Minute. Nicht nur die neugierigen Ferkel kommen aufgeregt grunzend angerannt, auch Zuchteber Julio freut sich auf eine Streicheleinheit. Auffordernd legt er sich vor Küchlers Füsse. «Da kommt man jetzt nicht mehr so schnell weg», sagt sie belustigt und krault die Schweine ausgiebig. Für die zehn Ferkel sind es die letzten Tage auf dem Panoramahof. Mit ihren knapp über 100 Kilogramm gelten sie bereits als schlachtreif. Immerhin hatten sie in ihrem sechsmonatigen Leben so viele Freiheiten wie kaum ein anderes Schwein. Eine Hektare Wiese und eine Hektare Wald umfasste ihr Gehege, das sie nur mit ihrer Zuchtmutter Amy und dem kuschligen Julio teilen mussten. Das ist ein Vielfaches dessen, was Schweinen in der üblichen Fleischindustrie zusteht. Rund ein Quadratmeter pro Ferkel gilt in der konventionellen Haltung als Mindestfläche. In der biologischen Schweinemast ist es beinahe das Doppelte – dazu kommt ein Auslauf, der sich…

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