Sanddorn
Sie schmeckt herb und sauer und wird auch «Zitrone des Nordens» genannt: Die Sanddornbeere hat zehnmal mehr Vitamin C als eine Zitrone sowie viele weitere Vitamine und Antioxidantien. Ursprünglich in Nepal zu Hause, verbreitete sich die Nutzpflanze über Ost- und Westasien sowie von Skandinavien bis in die Alpen und Pyrenäen. Von August bis Dezember sind die sechs bis acht Millimeter langen, ovalen, orangeroten bis gelben Früchte auch in der Schweiz erntereif. Im Angebot steht eine grosse Palette an Sanddornprodukten, die von Konfitüren, Früchtetees und Likören über Säfte, Öle bis zu Hauptpflegeprodukten reicht.

Aronia
Im Osten Nordamerikas schätzten die Indianer als Wintervorrat kleine violette bis schwarze Beeren, die Folsäure, zahlreiche Vitamine, Kalzium, Magnesium, Eisen sowie bittere Gerbstoffe enthalten und reich an Antioxidantien sind, das Immunsystem schützen und die Senkung von Cholesterinspiegel und Blutdruckunterstützen sollen: Aronia oder schwarze Apfelbeere heisst die Powerfrucht, die im botanischen Sinn keine Beere, sondern ein Kernobstgewächs ist. Die Samen sind aber so klein, dass die acht bis zwölf Millimeter grossen Früchte nicht entkernt werden müssen. Aronia kam über Russland nach Westeuropa und 2007 in die Schweiz, wo gut 50 Landwirtschaftsbetriebe sie mittlerweile kultivieren. Frisch vom bis drei Meter hohen Strauch geerntet, schmecken die Früchte säuerlich-herb und erinnern an Heidelbeeren. Sie sind aber ideal für Konfitüre und Mixsäfte. Kandiert oder getrocknet passen sie gut in Müesli – und das Extrakt findet man in exklusiver Schokolade.

Cranberry
Offiziell heissen die sattroten Beeren mit der glatten Schale «Grossfrüchtige Moosbeere». Besser bekannt sind sie als Kran- oder Kranichbeere – und meist verwendet man auch auf Deutsch ihren englischen Namen Cranberry. In Nordamerika, wo sie herstammen,benutzten schon die Ureinwohner ihren Saft zum Auswaschen von Wunden. Heute schätzt man die Beere wegen ihrer Inhaltsstoffe, die Blasen- und Harnwegsinfektionen vorbeugen sowie Immunsystem und Herz-Kreislauf-System unterstützen sollen. Roh isst man sie kaum, dafür ist sie zu bitter. Zu Säften oder Konfitüren verarbeitet kommt ihr süss-säuerliches Aroma hervor.

Maibeere
Ihr lateinischer Name Lonicera caerulea var. kamtschatica verrät die Herkunft der Maibeere aus dem Fernen Osten. Sie stammt von der Kamtschatka-Halbinsel, von den Kurilen-Inseln und aus Sibirien. In der Schweiz ist die zur Gattung der Heckenkirschen gehörende blaue Beere relativ neu. Sie ist mit der Heidelbeere verwandt und sieht aus wie ihre lange, leicht walzenförmige Schwester. Auch geschmacklich ähneln sich die beiden Blaubeeren. Die bis zwei Meter hohen Maibeersträucher blühen bereits im März und selbst Frost kann den Blüten nichts anhaben. Als erste Beere des Jahres beginnt die Ernte in der zweiten Maihälfte und dauert bis weit in den Juni hinein. Die ein bis drei Zentimeter langen Früchte enthalten viel Vitamin B und C und sind reich an Antioxidantien. Am besten schmecken die Beeren frisch vom Strauch, sie sind aber auch als Glace und Konfitüre sowie getrocknet fürs Müesli beliebt.

Goji
Die Traditionelle Chinesische Medizin schwört seit Tausenden Jahren auf Gojibeeren: Reich an Eisen und anderen Mineralstoffen sowie Vitamin A sollen sie gut sein für ein starkes Immunsystem, für die Verdauung, gegen chronische Entzündungen, für gesunde Augen und zur Entgiftung. Die aus China und aus der Mongolei stammenden, kleinen rotorangen Früchte heissen im Reich der Mitte auch Wolfsbeeren und Glücksbeeren. Bei uns gab es sie lange nur in getrockneter Form – und ihr Ruf schwankte zwischen Superfood und Schadstoffbomben. Ersteres ihrer langen Tradition als heilende Beere wegen und Zweiteres, weil im konventionellen Anbau in Asien viel Pestizide eingesetzt werden. Seit einiger Zeit gibt es in der Schweiz aber auch Gojibeeren von Bio-Betrieben, die man von Juni bis November frisch kaufen kann und die zu Müesli, Joghurt, Salaten oder Fleischgerichten passen.


