Nationalpark im Süden ruft weiter um Hilfe

Naturpark

Bedrohtes einzigartiges Naturschutzgebiet: Ein Bach im Nationalpark Aspromonte, der den Scherni-Wasserfall bildet, im Gebiet von Piminoro.

Antonio Arico/Shutterstock

Waldbrände in Italien
Im Kampf gegen die Waldbrände in Italiens Süden ruft der Nationalpark Aspromonte weiter um Hilfe.

Leider habe trotz der Appelle nur ein Löschflugzeug die Löscharbeiten in dem Naturschutzgebiet in Kalabrien an der italienischen Stiefelspitze unterstützt, erklärte Park-Präsident Leo Autelitano in der Nacht zu Dienstag. Es werde sofort weitere Hilfe benötigt. Auf einer Karte des Waldbrand-Informationssystems Copernicus der EU waren mehrere Brände auf dem Gelände des Parks eingezeichnet. Das Gebiet um das Bergmassiv Aspromonte ist wegen seiner einzigartigen Lage und Landschaft unter den Global Geoparks der UN-Kulturbehörde Unesco gelistet.

In Italien brennen derzeit zahlreiche Feuer in Wäldern, auf Feldern und teilweise an bewohnten Gegenden. Für Dienstag und Mittwoch sagten die Meteorologen ausserdem eine Hitzewelle für weite Teile Italiens voraus. Auf den grossen Inseln erwarteten die Experten teilweise bis zu 45 Grad Celsius. Das Waldbrandrisiko bleibt durch die anhaltenden Trockenheit und heisse Winde deshalb weiter hoch.

Erhöhtes Brandrisiko
Auf Sizilien und Sardinien sagte die dortige Zivilschutzbehörde für Dienstag ein erhöhtes Brandrisiko für Grossteile der Inseln voraus. Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli reiste der Nachrichtenagentur Ansa zufolge am Dienstag nach Sardinien. Dort hatten die Feuer vor allem im Westteil der beliebten Urlaubsinsel erhebliche Schäden in der Landwirtschaft angerichtet. Mit dabei waren demnach Vertreterinnen der Ministerien für ökologischen Umbau und wirtschaftliche Entwicklung. 

Kommentare (0)