Seit Urzeiten ist der Mensch auf Tiere angewiesen – sei es für Nahrung, Bekleidung, Werkzeuge oder alltägliche Gebrauchsgegenstände. Nahezu jedes erlegte Tier wurde vollständig verwertet und entsprechend hoch geschätzt. Auch in der Medizin versprach man sich so einiges von tierischen Bestandteilen. In der Antike und besonders im Mittelalter galt das Tierreich als eine Art natürliche Apotheke. Weil man dem Bären Stärke und Widerstandskraft zuschrieb, nutzte man Bärenfett etwa als kräftigendes Mittel gegen Muskelschmerzen. Pulverisierte Hirschgeweihe sollten bei Schwäche helfen, während Schlangenteile – je nach Zubereitung – gegen Vergiftungen oder Hautkrankheiten eingesetzt wurden. Doch nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit sollten Tiere Heilsbringer sein: In Teilen Asiens wurde das Horn des Nashorns als fiebersenkend und potenzsteigernd angesehen, während Tigerknochen als Mittel gegen Schmerzen und Entzündungen helfen sollten. Obwohl der medizinische Nutzen nicht belegt werden…

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