Betriebsleiterinnen im Portrait
Drei Powerfrauen in einer männerdominierten Landwirtschaft
Weltweit arbeiten Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben oftmals im Hintergrund – dies nicht selten ohne Lohn oder sonstige finanzielle Absicherung. Um auf dieses gesellschaftliche Problem aufmerksam zu machen, hat die UNO das internationale Jahr von Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen. Auf den folgenden Seiten stehen für einmal Betriebsleiterinnen im Zentrum.
«Ich bin dankbar, dass ich das alles überstanden habe», sagt Donata Clopath. Die heute 70-Jährige war schweizweit eine der ersten Frauen, die sich in der Landwirtschaftsbranche durchsetzte und ab den 80er-Jahren ihren eigenen Betrieb führte. Geschenkt wurde ihr dabei nichts. Doch genau das habe sie stark gemacht, ist sie überzeugt: «Ich wäre nicht, wer ich heute bin, wenn ich da nicht hätte durchmüssen.»
Clopath wuchs in Andeer (GR) inmitten der damals üblichen patriarchalen Strukturen auf. Ihre Eltern seien jedoch weniger streng gewesen als andere. «Wir wurden eben nicht geschlagen», erzählt Clopath. Vielleicht deshalb hätten sie und ihre Schwester sich getraut, aufmüpfiger zu sein als andere Mädchen. Dass sie nicht wie ihre Brüder draussen schuften und am Abend in die Beiz gehen durften, hatte ihnen schlicht nicht einleuchten wollen. «Eigentlich machte mich meine Mutter zur Feministin», sagt die Bauerntochter rückblickend. «Sie war…
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