Das Prinzip der Rangordnungsherstellung wurde Anfang des 20. ​Jahrhunderts vom norwegischen Zoologen Thorleif Schjelderup-Ebbe entdeckt. Er stellte fest, dass einzelne Tiere stets Vorrang am Futter hatten, während andere immer nachgeben mussten. Daraus prägte er 1921 den Begriff «Hackordnung».

Die Hierarchie wird über direkte Auseinandersetzungen hergestellt – mit Schnabel und Krallen. Ist sie erst einmal festgelegt, beruhigt sich das Gefüge, denn jedes Tier weiss, wo es steht. Ganz oben stehen dominante Hennen, die sich die besten Plätze sichern; unten jene, die fast immer weichen müssen.

Auch Hähne bilden Rangordnungen. Oft gibt es einen Leithahn, der das Gros der Paarungen für sich beansprucht, während untergeordnete Hähne heimlich Chancen suchen – meist mit mässigem Erfolg. Für die Hennen spielt der Rang des Hahns eine Rolle: Stärke bedeutet Schutz für die Gruppe. Schweizer Versuche zeigten, dass Gruppen mit einem Hahn schneller eine stabile Ordnung finden und Rangkämpfe kürzer…

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