Ammoniak wird freigesetzt, wenn sich Kot und Urin mischen. Landwirtschaftsbetriebe, welche Tiere halten, verursachen somit Emissionen, die schädlich für Mensch, Tier und die Umwelt sind. Denn: Sie bilden gesundheitsschädlichen Feinstaub und schädigen Ökosysteme durch die Versauerung und Überdüngung von Böden und Gewässern.

Hier setzt die sogenannte Cowtoilet an: Kühe können die freistehende Box freiwillig betreten – als «Gudeli» winkt eine Portion Lockfutter. Im Falle des Milchwirtschaftsbetriebs der Familie Röösli handelt es sich um ein Kilo der betriebseigenen Maiswürfel. Nachdem die Kuh gefressen hat, wird sie von der Maschine zwischen Euter und Vulva stimuliert, damit ein Harndrang entsteht. Der Urin wird aufgefangen, separat gelagert und als natürlicher Stickstoffdünger weiterverwendet. Das Resultat: Allein durch die Cowtoilet konnten die Ammoniakemissionen auf dem Betrieb Röösli um mindestens 15 Prozent reduziert werden.

Grosses Reduktionspotenzial

Die Cowtoilet auf dem…

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