Tipps für den Alltag
Was die Schweiz gegen die globale Entwaldung tun kann
Waldrodungen aufgrund von Interessenskonflikten finden oft weit entfernt von Herrn und Frau Schweizer statt. Doch unser Konsum, unsere Unternehmen und unsere Investitionen tragen oft dazu bei. Mit verschiedenen Hebeln können wir dazu beitragen, Entwaldung zu reduzieren.
Firmen mit Hebelwirkung
Unternehmen können sich dazu verpflichten, ihre Lieferketten entwaldungsfrei zu gestalten. Dazu gehören transparente Herkunftsnachweise, die Prüfung von Lieferanten und klare Anforderungen an Rohstoffe wie Holz, Kakao, Kaffee, Palmöl und Soja.
Politik in der Pflicht
Die Schweiz kann bestehende Rechtslücken bei importierter Entwaldung schliessen und sich dabei an der europäischen Entwaldungsverordnung der EU orientieren. Auch die öffentliche Hand kann mit gutem Beispiel vorangehen und bei Beschaffungen auf FSC-zertifizierte und nachweislich entwaldungsfreie Produkte achten.
Bewusster Konsum
Auch beim eigenen Konsum zählt jede Entscheidung. Grundsätzlich gilt: Weniger ist besser. Recycling, Second-Hand und eine lange Nutzungsdauer helfen, den Rohstoffverbrauch zu reduzieren. Wer neue Produkte kauft, kann bei Holz und Papier auf das FSC-Label achten. Auch bei Kakao, Kaffee, Palmöl und Soja sind Bio-, Fairtrade- oder andere glaubwürdige entwaldungsfreie Optionen zu bevorzugen.
Nachhaltig investieren
Auch Geld macht einen Unterschied. Privatpersonen können nachhaltige Anlageprodukte wählen und darauf achten, wie ihr Geld investiert wird. Schweizer Banken, Versicherungen, Pensionskassen und andere Finanzakteure haben die Möglichkeite, sich zu klaren No-Deforestation-Policies zu verpflichten.
Bitte loggen Sie sich ein, um die Kommentarfunktion zu nutzen.
Falls Sie noch kein Agrarmedien-Login besitzen:
Jetzt registrieren