Graubünden lässt sich seine Trockenmauern etwas kosten

Zauneidechse

Trockenmauern schaffen Lebensräume für Reptilien.
 

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Lebensräume
Traditionelle Trockenmauern gelten als wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Der Kanton Graubünden kämpft deshalb gegen deren Zerfall. Die Instandsetzung lässt sich die öffentliche Hand jedes Jahr einiges kosten.

Der durchschnittliche Beitrag von Bund und Kanton beläuft sich dieses Jahr auf 290 Franken pro Quadratmeter sichtbare Mauerfläche, wie der Kanton am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Der Kanton übernimmt davon zwei Drittel, der Bund ein Drittel.

Für 2021 gingen beim Kanton Beitragsgesuche für 35 Projekte ein mit einer sichtbaren Trockenmauerfläche von 3700 Quadratmetern. Der Kanton unterstützt diese Sanierungen mit 517'000 Franken, der Bund mit 258'000 Franken. Weitere 593'000 Franken werden durch Eigenleistungen und durch Dritte finanziert. Somit belaufen sich die Gesamtkosten auf 1,37 Millionen Franken.

Wertvoller Lebensraum
Trockenmauern bilden häufig wichtige Lebensräume für Reptilien, Kleinsäuger und Insekten. Sie weisen zudem oftmals eine spezielle Flora auf aus Flechten, Moosen und Saumpflanzen.

In vielen Regionen Graubündens sind sie darüber hinaus als Grenz- und Stützmauern wichtige Zeugen einer traditionellen Bewirtschaftung. Trockenmauern haben demnach nicht nur eine hohe ökologische, sondern auch eine landschaftliche und kulturhistorische Bedeutung.

Der Kanton Graubünden unterstützt deshalb jedes Jahr eine Reihe von Beitragsgesuchen aus allen Regionen. 2021 sollen in 26 Gemeinden insgesamt 2,8 km Trockenmauern renoviert werden, etwa im Albulatal, Misox, Puschlav, Domleschg oder im Unterengadin. 

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