Schweizer Premiere für den Schutz von Kleinlebewesen im Aargau

Biodiversitaet

Biodiversität erhalten: Neue Mähtechniken helfen.

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Naturschutz
Für den Unterhalt von Strassenböschungen hat der Kanton Aargau ein neuartiges Mähgerät angeschafft, das Kleinlebewesen schützt. Es handelt sich um eine Schweizer Premiere.

Das neue Gerät bringe verschiedene Vorteile, teilte das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) am Donnerstag mit. So scheuche ein Vorrechen mobilere Tierarten auf, sodass diese nicht in Kontakt mit dem Mähkopf kämen. Die Wiese werde mit kleinen Messern horizontal geschnitten und nicht wie bei einem herkömmlichen Mähgerät gehackt.

Neues Mähgerät
Die Absauganlage entferne nur das geschnittene Gras und sauge keine Insekten ab. Ausserdem habe das neue Gerät nur zwei schmale Rollen an den Rändern – anders als bei gewöhnlichen Anlagen, deren Rollen über die gesamte Breite Kleinlebewesen zerquetschen würden.

Mit dem neuen Mähgerät leiste man einen wichtigen Beitrag zur Förderung der ökologischen Infrastruktur und der Nachhaltigkeit im Aargau, schrieb das BVU weiter. Ziel sei es, Strassenbegleitflächen zu optimieren und sie damit zu Vernetzungsgebieten zu machen. Denn in der Längsrichtung von Strassen könnten Böschungen wichtige ökologische Vernetzungsachsen für viele Arten bilden und ihre Mobilität unterstützen.

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