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Warum Einweg-E-Zigaretten ab 2026 in der Schweiz Geschichte sind

Einweg-E-Zigaretten liegen im Trend – vor allem bei Jugendlichen. Besorgniserregend ist nicht nur ihr Suchtpotenzial, sondern auch die Ressourcenverschwendung und Umweltbelastung durch unsachgemässe Entsorgung.

Sie leuchten bunt, schmecken nach Mango, Coca-Cola oder Kaugummi – und landen nach ein paar Tagen, sobald sie leergeraucht sind, im Abfall: Einweg-E-Zigaretten. Seit ihrer Einführung 2020 haben die kleinen, nikotinhaltigen Vapes die Schweiz im Sturm erobert. Weltweit dampfen laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mehr als hundert Millionen Menschen. Besonders unter Jugendlichen sind Einweg-E-Zigaretten beliebt – billig, handlich und in zahlreichen Geschmacksrichtungen erhältlich. Zwar gelten sie als weniger schädlich als herkömmliche Tabakzigaretten, gesund sind sie jedoch keineswegs. Neben den gesundheitlichen Risiken sorgen auch die ökologischen Folgen für Kritik.

Die kleinen Geräte enthalten einen Akku, ein Heizelement, Flüssigkeit mit Aromen und Nikotin sowie ein Kunststoffgehäuse. «Einweg-E-Zigaretten stellen eine neue Quelle der Umweltverschmutzung dar und sind extrem umweltschädlich», warnt Nicola Imseng von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz. Unzählige landen täglich im Restmüll, auf der Strasse oder in der Natur. «Sie enthalten zahlreiche giftige und nicht abbaubare Substanzen: Hartplastik, das nur sehr langsam zerfällt, Rückstände der Nikotinflüssigkeit – deren Umweltfolgen noch weitgehend unbekannt sind – sowie Batterien mit Schwermetallen wie Lithium, Kobalt und Nickel.»

Verschwendung von Ressourcen

Laut einem UNO-Bericht aus dem Jahr 2022 hat sich die weltweite Menge an Elektroschrott seit 2010 fast verdoppelt. Besonders kleine Geräte wie E-Zigaretten, Spielzeug oder Küchenhelfer landen häufig im Hausmüll. Mit einer Recyclingquote von nur rund 12 Prozent ist die Rückgewinnung erschreckend niedrig. Damit gehen jedes Jahr Millionenwerte an Metallen verloren, die unter hohem Energieaufwand und oft unter umweltschädlichen Bedingungen gewonnen werden. «Einweg-E-Zigaretten werden nach einmaligem Gebrauch weggeworfen und verursachen einen Berg vermeidbaren Abfalls», resümiert Imseng. «Damit sind sie noch schädlicher als andere Einwegprodukte aus Plastik wie Trinkhalme, Tüten oder Einwegbesteck, die in vielen Ländern – auch in der EU – bereits verboten sind.»

Viele Länder wie Belgien, Frankreich und Grossbritannien haben den Verkauf bereits untersagt, Deutschland plant ein entsprechendes Verbot. Auch die Schweizer Politik hat das Problem erkannt: Nachdem der Nationalrat 2024 einem Verbot von Einweg-E-Zigaretten zustimmte und im Sommer auch der Ständerat nachzog, ist der Weg für ein nationales Verbot geebnet. «Es ist davon auszugehen, dass das Verbot erst frühestens Mitte bis Ende 2026 in Kraft treten wird», erklärt Imseng. Trotzdem begrüsse er den Schritt ausdrücklich. «Neben der erheblichen Umweltbelastung, die diese Produkte verursachen, stellen sie insbesondere für junge Menschen eine Gefahr dar – eine Zielgruppe, in welcher der Konsum von E-Zigaretten in den letzten Jahren stark zugenommen hat.»

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