Landwirte unter Druck
Schweizer Bauern zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Politischer Druck, hohe Erwartungen und widersprüchliche Konsumgewohnheiten: Viele Schweizer Bauern blicken mit Sorge in die Zukunft. Zwischen Ernährungsinitiative, Selbstversorgungszielen und Marktlogik stellt sich für die Landwirtschaft eine zentrale Frage: Wer bestimmt eigentlich, was auf unseren Feldern wächst?
Die UNO hat 2026 zum Internationalen Jahr der Landwirtinnen, aber auch zum Internationalen Jahr der Weiden und Hirten ernannt. Das freut den Schweizer Bauernverband, der schon länger bemängelt, dass Landwirte heutzutage gesellschaftlich kaum mehr Wertschätzung erfahren würden und immer mehr leisten sollen – bei gleichbleibend niedrigem Lohnniveau. Trotz eines guten Erntejahrs 2025 und dem Fokus der UNO auf die Landwirtschaft blickt der Schweizer Bauernverband jedoch besorgt auf das neue Jahr. «2026 steht für unsere Bauernbetriebe viel auf dem Spiel», sagt Präsident Markus Ritter. So würden die Schweizer Bauern unter enormem politischen und gesellschaftlichen Druck stehen.
Martin Rufer, Direktor des Schweizer Bauernverbands, sieht insbesondere die Ernährungsinitiative als Beispiel für die Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität: «Ihre Hauptforderung ist ein Netto-Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent. Zur Erinnerung: Im schlechten Pflanzenbaujahr 2024 lagen wir bei einem…
Möchten Sie diesen Artikel lesen?
Lesedauer: 4 MinutenHaben Sie bereits ein Konto?
Hier einloggen.
Bitte loggen Sie sich ein, um die Kommentarfunktion zu nutzen.
Falls Sie noch kein Agrarmedien-Login besitzen:
Jetzt registrieren