Kammerjäger auf 30 Beinen
Immer mehr Sichtungen von Spinnenläufern in der Schweiz
Auf den ersten Blick sehen Spinnenläufer aus wie der Schrecken aller Hausbesitzer. Doch der Schein trügt: Die effizienten Jäger fressen zahlreiche Insekten, die niemand in den eigenen vier Wänden haben will. Mit der Klimaerwärmung dürfte ihre Population in der Schweiz zunehmen.
Spinnenläufer vertilgen so ziemlich alles, was im Wohnbereich unerwünscht ist: Silberfische, Asseln, Schaben, Ameisen und sogar Bettwanzen gehören zu ihrem Beutespektrum. Doch damit nicht genug: Auch kleine bis mittelgrosse Spinnen müssen sich vor den räuberischen Hundertfüssern in Acht nehmen. Was bisher im Netz hängen blieb, wird gleich mitgefressen, denn auch Mücken und Fliegen passen gut in den Speiseplan der Spinnenläufer. Trotz dieser kostenlosen Aufräumarbeiten sind nicht alle erpicht darauf, mit ihnen unter einem Dach zu leben. Etwa sieben bis acht Zentimeter lang werden Spinnenläufer mitsamt ihren Fühlern. Und spätestens, wenn sie die aussergewöhnliche Geschwindigkeit ihrer fünfzehn Beinpaare unter Beweis stellen, sorgen sie für so manchen ekelerfüllten Aufschrei.
Wenn sie sich bedroht fühlen, können Spinnenläufer durchaus zubeissen. Das komme allerdings sehr selten vor, wie François Claude vom nationalen Daten- und Informationszentrum info fauna weiss. «Der Spinnenläufer ist…
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