Dunkle Nächte im Mittelland längst Fehlanzeige

Nachtlichter in Zürich mit Primetower und Hardbrücke

Seit 1996 gab es im Schweizer Mittelland nachts keinen einzigen Quadratkilometer mit kompletter Dunkelheit mehr.

Michael Zech Fotografie/Shutterstock.com

Lichtverschmutzung
Wegen künstlicher Lichtquellen werden die Nächte in der Schweiz immer heller. Seit 1996 gibt es im Mittelland keinen einzigen Quadratkilometer mit absoluter Nachtdunkelheit mehr.

Dies zeigt der Umweltindikator Nachtdunkelheit des Bundesamts für Statistik. Dunkle Nächte, die diesen Namen verdienen, finden sich demnach nur noch im Alpenraum. Auch dort gingen die entsprechenden Flächen im Zeitraum von 1994-2012 von 40-50 Prozent auf rund 20-30 Prozent zurück. Im Jurabogen sind finstere Nächte seit 2008 Fehlanzeige.

Gegen den «Verlust der Nacht» wehrt sich unter anderem der Verein Dark Sky Schweiz, ein Ableger der Internationalen Dark-Sky-Bewegung. Laut Messungen der Umweltorganisation nimmt die Lichtstärke in der Schweiz jährlich um 0,5 Prozent zu. Gleichzeitig schrumpfe die «dunkle Schweiz» um 3,9 Prozent pro Jahr. Lichtemissionen stören den Tag-Nacht-Rhythmus und beeinträchtigen die Biodiversität.

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