Ein Tag fürs Wohl von Tier und Natur

Tierschutz

Geben statt nehmen: Der heutige «GivingTuesday» erinnert daran, dass auch Tiere und Natur unsere Hilfe benötigen und fordert zum Spenden auf.

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Zum heutigen «GivingTuesday»
Auf den Konsumrausch des «Black Fridays» von letzter Woche folgt der Tag der guten Taten, auch für den Natur- und Tierschutz: Die Schweiz begeht den heutigen «GivingTuesday» als eines von über 150 Ländern.

Es kann einem ganz schön schwindlig werden ob all der vielen Thementage. Vor allem, wenn sie zum Konsum aufrufen, wie der «Black Friday» letzte Woche. Doch es gibt auch eine Gegenbewegung. Tage wie der heutige «GivingTuesday» appellieren daran, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. 

Unter dem Hashtag #GivingTuesday sind unzählige Projekte vereint, die ein gemeinsames Ziel haben: Die Gesellschaft und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Zu einem Ort, an dem nicht Geld den Ton angibt, sondern an den Nachhaltigkeit und Solidarität gelebt werden – auch gegenüber Tieren und der Natur. Der heutige Dienstag ist somit auch ein Tag des Spendens. 

Obwohl der Thementag seinen Ursprung in Amerika hat, wo er 2012 entstanden ist, ist er auch in vielen anderen Ländern präsent. Vielerorts wird er als Anlass genommen, um zahlreiche Naturschutzprojekte zu unterstützen. Die Stiftung Paneco beispielsweise weist mit folgenden Worten auf die Idee des «GivingTuesday» hin: «Haben Sie dem Konsum widerstanden am vergangenen Black Friday? Nichts gekauft oder nur das, was Sie wirklich brauchen? Dann gratulieren wir, denn es ist nicht so einfach, all den Versuchungen zu widerstehen und sich für Nachhaltigkeit statt kurzfristigen Konsumrausch zu entscheiden.» 

Projekte, die der «GivingTuesday» unterstützt

Lieber spende man am heutigen «Giving Tuesday» für diverse Naturschutzprojekte. Paneco hat ein paar von ihnen verlinkt. Gelder werden unter anderem dafür gebraucht, um vom Aussterben bedrohte Orang-Utans zu retten oder für verletzte Greifvögel. Am Herzen liegt der Stiftung aber auch der Biber, dessen Lebensraum vielerorts bedroht ist. Ein weiteres Projekt zielt darauf ab, Kindern die Natur in ihrer Heimat näher zu bringen. 

In dieselbe Kerbe schlägt die Stiftung Wildnispark Zürich. Sie nutzt den heutigen Tag, damit «Kinder auch in Zukunft mit Spass in und von der Natur lernen können», wie es im Spendenaufruf zum «GivingTuesday» heisst. Die Unterstützung fliesst ins «Junior Ranger Programm». Das Konzept der Vereinigung Swiss Rangers hat sich zum Ziel gesetzt, den Kids die Waldwildnis des Sihlwalds hautnah zu vermitteln. An einem Nachmittag pro Monat sind sie mit Ranger Thomas im Naturwald unterwegs und lernen diesen kennen und verstehen.

Die Projekte unter #givingtuesdaych

Weitere Projekte aus der Schweiz sind unter #givingtuesdaych zu finden. Der Hashtag verweist auf die sozialen Netzwerke. Zugleich gibt es eine Webseite, auf welcher eine Übersicht aller gemeldeten Aktionen hier zu lande aufgelistet ist. Betreut wird sie von der Stiftung Swissfundraising. Von ihr stammt auch der Post, der darauf hinweist, dass alle etwas zu einer besseren Welt beitragen können.

GivingTuesday weltweit Logo

Die Geschichte des «Giving Tuesday» 

Der «GivingTuesday» wurde 2012 von den amerikanischen Organisationen 92nd Street Y und United Nations Foundation als grosser Aktionstag nach dem «Black Friday» und dem «Cyber Monday» ins Leben gerufen – zwei Tage, an denen der Einzel- und Internethandel vor allem in den USA mit Rabatten den Start des Weihnachts-Shoppings befeuert. Der GivingTuesday lenkt die Aufmerksamkeit auf die Themen Geben, Schenken und Spenden. In der Schweiz wurde der GivingTuesday initiiert durch Swissfundraising. Alle Personen, Organisationen und Unternehmen, die sich für eine gute Sache einsetzen, sind zur Teilnahme eingeladen. Mit dem Tag wollen will man bei der Bevölkerung das Bewusstsein für Solidarität und Helfen stärken. (Quelle: www.giving-tuesday.ch

Autor

Leo Niessner

Leo Niessner

Leo Niessner ist «Tierwelt»-Online-Redaktor, Social-Media-Manager und News-Feed-Leser. Er berichtet gerne über Flora und Fauna oder über Menschen, die sich um Flora und Fauna verdient machen, und schöpft in den Bergen Energie. Er mag Tiere. Und Musik. Am liebsten solche, in der Tiere vorkommen – zu hören in den Spotify-Listen zu jeder «Tierwelt»-Ausgabe, die er mit der Redaktion Woche für Woche zusammenstellt. Und ja, er spielt auch selber Musik. Sein grösster Traum: eine eigene «Arche Leo», in der alle Tiere dieser Welt Platz haben. Mit einem VIP-Sektor für bedrohte Arten.  

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