Klimaaktivisten wollen Corona-Risikogruppen helfen

Klimabewegung

Solche Massenversammlungen sind zurzeit tabu: In den nächsten Tagen will die Klimabewegung besprechen, wie es mittelfristig weitergehen soll. 

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Klimaschutz
Die Klimaaktivisten müssen wegen der Coronavirus-Epidemie über die Bücher. Ihre ursprünglich ab heute geplanten Klima-Versammlungen werden teils im Umfang reduziert oder abgesagt.

Die Durchführung des für den 15. Mai geplanten landesweiten Schülerstreiks ist ungewiss. Die Aktivisten wollen nun den Corona-Risikogruppen helfen.

«Unsere Treffen werden wir in den nächsten Tagen und Wochen auf digitale Kanäle verlegen, wenn dies möglich ist«, teilte Klimastreik Schweiz am Samstag mit. Alle Veranstaltungen, an denen über 100 Leute zu erwarten seien, würden gemäss den neuen Vorschriften des Bundes abgesagt. Der Klimastreik in Basel etwa teilte mit, dass eine für den 24. April geplante Demonstration abgesagt werde.

Die Schweizer Klimaaktivisten richteten eine neue Webseite ein, wo streikende Risikogruppen der Pandemie ihre Hilfe anbieten könnten, etwa beim Kinderhüten oder für Einkäufe. Sowohl bei der Corona-Pandemie wie auch in der Klimakrise brauche es eine Generationensolidarität, heisst es in der Mitteilung.

Wie soll es weitergehen?
In den nächsten Tagen will die Bewegung besprechen, wie es mittelfristig weitergehen soll. Es würden in den Regionen und auf nationaler Ebene Lösungen gesucht für die geplante Neuauflage des Schülerstreiks «Strike for Future«» am 15. Mai. Dies erfordere neue und kreative Massnahmen der Klimastreikenden.

Der Klimastreik engagiert sich seit knapp 18 Monaten für Massnahmen gegen die globale Erwärmung. In dieser sieht die Bewegung eine der grössten Bedrohungen für die Menschen und die Natur. Als Ikone der sogenannten Klimajugend gilt die 17-jährige Schülerin Greta Thunberg aus Schweden.

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