Klimastress und viele Menschen prägten das Waldjahr

Lärchenwald im Wallis

Lärchenwald im Wallis: Der Schweizer Wald entwickelt sich insgesamt nicht schlecht.

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Rückblick
Infolge Klimastress und Borkenkäfer gelangte weiterhin viel Schadholz auf den Holzmarkt und drückte die Preise. Und während dem Corona-Lockdown strömten in Stadtnähe viele Menschen in die Wälder, wo sie auch Spuren hinterliessen.

Obwohl die Borkenkäfer wegen regelmässiger Niederschläge im zweiten Halbjahr weniger wüteten als befürchtet, fiel gebietsweise viel Schadholz an, wie Wald Schweiz im Jahresüberblick des Landwirtschaftlichen Informationsdiensts LID zur Schweizer Landwirtschaft berichtet. In der Ostschweiz gab es mehr Schadholz als im Westen.

Zur Jahresmitte wurde der Ergebnisbericht zum vierten Landesforstinventar veröffentlicht. Er zeigt auf, dass sich der Schweizer Wald insgesamt positiv entwickelt, dank umsichtiger Pflege. Die Ergebnisse zum vierten Landesforstinventar zeigen auf, dass sich der Schweizer Wald insgesamt positiv entwickelt, aber auch, dass immer mehr Wälder – besonders in schwer zugänglichen Gebieten – seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet werden und diese in der Folge nicht mehr alle Funktionen optimal erfüllen können.

Rückläufige Holzernte
Ursache für eine rückläufige Holzernte ist die Lage der Waldeigentümer: Die Einnahmen des Holzverkaufs vermögen oft den Aufwand für die Holzerei nicht mehr zu decken. In einer Motion fordert WaldSchweiz-Präsident Daniel Fässler, dass der Bund Gegensteuer gibt und die Waldeigentümer mit jährlich 25 Millionen Franken bei der Bewältigung des Klimawandels unterstützt. Der Ständerat stimmte dem Vorstoss deutlich zu, die Debatte im Nationalrat erfolgt anfangs 2021.

Besonders der Lockdown im Frühjahr zog viele Personen in die Schweizer Wälder. Nicht alle verhielten sich dabei vorbildlich und hinterliessen teils ihre Spuren.

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