Nationalrat will Agrarforschung stärken

Versuchsfeld und Gewächshäuser der Agroscope

Der Nationalrat will Gelder, die aus der Restrukturierung des landwirtschaftlichen Kompetenzzentrums Agroscope entstehen, direkt für die Förderung der Agrarforschung einsetzen.

Agroscope, Gabriela Brändle

Mehr Geld für Forschung
Der Nationalrat verlangt, dass die Einsparungen, die durch die Umstrukturierung von Agroscope erzielt werden, sofort in die Agrarforschung fliessen. Das widerspricht dem Vorhaben des Bundesrates, der mit den Geldern Bauprojekte finanzieren wollte.

Der Bundesrat wollte die 31 Mio. CHF, welche durch Umstrukturierungen beim landwirtschaftlichen Kompetenzzentrum Agroscope bis 2028 frei werden, für Infrastruktur und den Aufbau von dezentralen Versuchsstationen einsetzen, schreibt die Nachrichtenagentur SDA. Erst danach sollten die Effizienzgewinne in der Höhe von 13 Mio. CHF pro Jahr vollständig für die landwirtschaftliche Forschung verwendet werden.

Die Finanzkommission hat jedoch eine Motion eingereicht mit der Forderung, dass der gesamte Betrag sofort in die Forschung fliessen solle. Angesichts der Umwelt- und Klimaprobleme gehe es darum, so rasch wie möglich Lösungen zu finden, sagte Kommissionssprecherin Ursula Schneider Schüttel (SP/FR). Landwirtschaftsminister Guy Parmelin verteidigte das Konzept des Bundesrats. Es gelte, die Bundeskasse nicht mehr als nötig zu belasten. Doch der Nationalrat stimmte der Motion mit 186 zu 4 Stimmen zu. Als nächstes wird sie im Ständerat verhandelt.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) zeigt sich erfreut über diesen Entscheid.  Die Landwirtschaft sei dringend auf Forschungsunterstützung angewiesen, um für die Zukunft gerüstet zu sein, schreibt der SBV in einer Mitteilung. Der Entscheid des Nationalrats entspreche den im Rahmen der Umstrukturierungspläne gemachten Versprechen, keine Budgetkürzung vorzunehmen sowie der am 11. März 2019 verabschiedeten Motion der Finanzkommission des Nationalrats.

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