Staudämme mindern den Sedimenttransport

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Noch werden Sedimente – und damit Nährstoffe – durch den Mekong transportiert. Doch das könnte sich ändern.
Simon Dannhauer/Shutterstock
Umwelt
Zahlreiche Staudämme sind im Einzugsgebiet des südostasiatischen Flusses Mekong geplant. Mit Folgen für die Umwelt.

Würden alle Staudämme realisiert, würden 95 Prozent des natürlichen Sedimenttransports zurückgehalten, berichten Forscher im Fachmagazin «Science Advances». 

Sie haben analysiert, wie die Staudämme mit möglichst geringen Auswirkungen auf die Umgebung geplant werden könnten. Das Mekongdelta stellt gegenwärtig die Lebensgrundlage für mindestens 17 Millionen Menschen dar. 50 Prozent der vietnamesischen Reisproduktion (2,5 Prozent der Weltproduktion) stammen von dort. 

Nährstoffe würden fehlen
Der Mekong transportiert grosse Mengen an Sedimenten und damit verbundene Nährstoffe, welche die produktiven Ökosysteme und Fischereien der unteren Mekong-Auen und des Tonle-Sap-Sees in Kambodscha unterstützen, wie das Team um Rafael Schmitt von der Stanford University in Stanford (Kalifornien, USA) erläutert. 

Vor allem das Flussdelta in Vietnam benötigt diesen steten Nachschub. Anderenfalls könnte es nach früheren Berechnungen im Zuge des Klimawandels am Ende des Jahrhunderts grösstenteils unterhalb des Meeresspiegels liegen.

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